Beamte der Bundespolizei kontrollieren ein französisches Fahrzeug, das vom französischen Petite-Rosselle ins saarländische Großrosseln fahren will. (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

"GrüZ" fordert Fahrplan für kontrollierte Grenzöffnungen

Lisa Huth   23.04.2020 | 09:17 Uhr

Am Freitag tagte zum ersten Mal wieder der grenzüberschreitende Ausschuss für die deutsche-französische Zusammenarbeit (GrüZ). Paris und Berlin sollen aufgefordert werden, die Gründe zu erweitern, warum die Grenze überschritten werden darf, sagte der saarländische Vertreter im GrüZ-Ausschuss, Europastaatssekretär Roland Theis (CDU).

Eine Absperrung an der deutsch-französischen Grenze.
Audio [SR 3, Lisa Huth, 23.04.2020, Länge: 00:53 Min.]
Eine Absperrung an der deutsch-französischen Grenze.

Die Mobilität im Grenzraum beschränkt sich derzeit auf Berufspendler aus Lothringen. Theis sagte, es müssten auch soziale Gründe möglich sein, wie etwa das Aufsuchen pflegebedürftiger Angehöriger oder des Lebensgefährten auf der anderen Seite der Grenze.

Außerdem sollten die Regierungen in Berlin und Paris einen Fahrplan für die kontrollierte Öffnung weiterer Grenzübergänge entwickeln. Priorität habe da, so Theis, der Übergang zwischen Creutzwald und Überherrn.

Der GrüZ vereint alle Ebenen: kommunal über die Eurodistrikte, Regionen, Bundesländer entlang der Grenze bis hin zu Parlamentariern und der Regierung in Paris und Berlin. Viele hatten in der gegenwärtigen Krise gefordert, diesen Ausschuss zur Lösung der Grenzprobleme einzusetzen, weil da alle Ebenen zusammen kommen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 23.04.2020 berichtet.

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