Blumenwiese (Foto: pixabay (CC0))

Grüne Pläne für die Landwirtschaft

Michael Schneider   02.09.2019 | 16:55 Uhr

Mehr nachhaltige Landwirtschaft und mehr Fördergelder für das Saarland – das fordert die Landesarbeitsgruppe für Landwirtschaft, in der Grünen-Politiker, Landwirte und Agrarexperten zusammen kommen.

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Grüne Pläne für die Landwirtschaft
Audio [SR 3, Michael Schneider, 02.09.2019, Länge: 02:37 Min.]
Grüne Pläne für die Landwirtschaft

Einerseits ist das Saarland Spitzenreiter bei der Bio-Landwirtschaft – andererseits gibt es hier immer weniger Landwirte. Wie gut ist die saarländische Landwirtschaft also gewappnet für die Zukunft – in Zeiten von Klimawandel, Ökobewusstsein und Digitalisierung? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit einiger Zeit eine Arbeitsgruppe aus Landwirten, Grünen-Politikern und Agrarexperten.

Nun gibt es eine zentrale Forderung: Fördergelder dürften künftig nicht mehr nach Fläche vergeben werden, sondern nach Nachhaltigkeit. Wenn Landwirte Blühwiesen ausweisen, weniger spritzen und ihre Produkte regional vermarkten, dann soll es für sie zusätzliche Gelder geben. Auch regionale Netzwerke sollen gestärkt werden. Und das Saarland müsse attraktiver für Bäckerein, Metzgereien und Molkereien werden, damit lokale Produkte auch lokal verarbeitet werden können.

Schulungsprogramme für mehr Nachhaltigkeit

Die Landesarbeitsgruppe will darüber hinaus auch den Austausch fördern und Schulungsprogramme für nachhaltige Landwirtschaft ins Leben rufen. Explizit geht es dabei nicht nur um Biobauern, sondern auch um die konventionelle Landwirtschaft. Gerade sie könne noch nachhaltiger werden.

Brüssel soll zahlen

Fianziert werden sollen die Programme vor allem aus EU-Geldern. Landesmittel alleine reichten für die Umstrukturierung nicht aus. Vielmehr sehen sie Brüssel in der Pflicht, verstärkt nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 02.09.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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