ÖPNV St. Wendel (Foto: SR)

ÖPNV-Probleme zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz

Renate Wanninger   26.11.2020 | 08:16 Uhr

Die Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux e.V. fordert einen Übergangstarif zwischen dem SaarVV und dem Verkehrsverbund Trier (VRT). Durch das Fehlen dieser Tarife entstehe das Problem, dass einige Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer schwarzfahren, ohne es zu wissen, so der Verein. Denn selbst wenn jemand eine Monatskarte für beide Verkehrsverbünde hat, kann er oder sie des Schwarzfahrens bezichtigt werden.

Schwarzfahren wider Willen zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 26.11.2020, Länge: 02:51 Min.]
Schwarzfahren wider Willen zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz

Der Übergangstarif fehlt zum Beispiel zwischen Nohfelden und Neubrücke, oder auch zwischen Taben und Saarhölzbach. Dort muss man zwischen der letzten Haltestelle des einen und der ersten Haltestelle des jeweils anderen Verkehrsverbundes ein extra Ticket kaufen, selbst wenn man von beiden Verkehrsverbünden eine Monatskarte hat. Denn hier gilt nicht die geografische Grenze, sondern die letzte bzw. erste Haltestelle des Verkehrsverbundes.

Auf dieses Problem hatte auch der Bundestagsabgeordnete Markus Tressel von den Grünen die Landesregierung aufmerksam gemacht. Auf Anfrage des SR teilte das zuständige Verkehrsministerium mit, dass im neuen Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV die Schaffung von Übergangstarifen aufgenommen werden sollen. Dafür werde man sich einsetzen. Zuständig seien aber die beteiligten Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 26.11.2020 berichtet.

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