Die MinisterInnen der G7-Konferenz in Metz (Foto: Lisa Huth/SR)

G7-Umweltminister unterzeichnen "Charta von Metz"

  06.05.2019 | 18:16 Uhr

Die G7-Umweltminister haben auf ihrem Vorbereitungstreffen für den G7-Gipfel in Biarritz im August eine "Charta von Metz" unterschrieben. Dabei geht es um den UN-Bericht zur Artenvielfalt, der am Montag veröffentlicht worden ist. Darin heißt es unter anderem, dass weltweit eine Million Arten von der Auslöschung bedroht sind. SR-Reporterin Lisa Huth ist vor Ort.

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Eindrücke vom G7-Umweltministertreffen
Audio [SR 3, Lisa Huth, 06.05.2019, Länge: 03:03 Min.]
Eindrücke vom G7-Umweltministertreffen
SR-Reporterin Lisa Huth vom Umweltministertreffen in Metz.

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze bezeichnete den UN-Bericht zur Artenvielfalt als "Weckruf für alle". Sie hoffe, er habe eine aufrüttelnde Wirkung, mehr zu tun, um die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten zu erhalten. Darum hat der französische Umweltminister Rugy die "Charta von Metz" auf den Weg gebracht: Darin heißt es, die G7-Länder wollen die Anstrengungen intensivieren, die Artenvielfalt wertzuschätzen, zu bewahren und das, was bereits verloren ging, wiederherzustellen.

Konkret: Die Bodenausbeutung, die Abholzung der Wälder, die Verschmutzung der Umwelt und der Meere sollen verringert werden und das so schnell wie möglich. Alle sollten ermutigt und ertüchtigt werden, an diesem Plan mit zu arbeiten: Staaten, Nicht-Regierungs-Organisationen und die Zivilgesellschaft. Über die Finanzierung, wie etwa vom Teilnehmerland Gabun in Metz gefordert, wurde allerdings nicht gesprochen.


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Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 06.05.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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