Clément Beaune bei Saarstahl in Völklingen (Foto: Lisa Huth)

Gemeinsam den Stoff der Zukunft entwickeln

Lisa Huth   17.07.2021 | 13:52 Uhr

Es ist gut ein Jahr her, da ist schon mal eine französische Europa-Staatssekretärin ins Saarland gereist: Amélie de Montchalin. Freundlich, aber unmissverständlich machte sie der saarländischen Regierung klar: Grenzschließungen nie mehr! Nun ist ihr Nachfolger, Clément Beaune, unter ganz anderen Vorzeichen zu Besuch bei Ministerpräsident Hans in Saarbrücken gewesen – und auch bei Saarstahl in Völklingen. Die Zeichen stehen jetzt auf: „Friedliches Miteinander“.

Der französische Europa-Staatssekretär Beaune im Saarland, links neben dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans
Audio [SR 3, Lisa Huth, 17.07.2021, Länge: 03:08 Min.]
Der französische Europa-Staatssekretär Beaune im Saarland, links neben dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans

Im Vordergrund des Gesprächs mit Ministerpräsident Tobias Hans stand für Europa-Staatssekretär Clément Beaune der Erhalt der Arbeitsplätze in der Region. Gemeinsames Thema: Die Stahlkocherei. Die EU, Frankreich und Deutschland investieren Milliarden in den Aufbau einer Wasserstofflinie für die Stahlproduktion. Das Ziel: Wasserstoff statt Kohle. So soll die Stahlindustrie CO2-neutral werden.

Clément Beaune bei Saarstahl in Völklingen (Foto: Lisa Huth)
Der französische Europa-Staatssekretär Clément Beaune bei Saarstahl in Völklingen

Aus diesem Grund besuchte Beaune auch Saarstahl in Völklingen, eines der Unternehmen der SHS-Gruppe. Zu ihr gehören noch Dillinger und die SHS - Stahl-Holding-Saar. Die Gruppe hat 900 Beschäftigte auf der anderen Seite der Grenze, rund 800 lothringische Pendler fahren jeden Tag zum Stahl-Schmieden ins Saarland ein.

Nach dem Kauf zweier Werke in Frankreich sei es nun gemeinsam möglich, zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Beaune. Das betonte auch der saarländische Ministerpräsident Hans. Er kündigte an, es werde künftig eine noch intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit geben. In der Krise der Pandemie sei klar geworden, wie sehr die Deutschen und Franzosen einander brauchten.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Sonntag" auf SR 3 Saarlandwelle am 18.07.2021 berichtet.

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