Das Logo des Autobauers Ford (Foto: dpa/Jason Szenes)

Betriebsrat fordert klare Aussagen

Karin Mayer   04.09.2018 | 12:45 Uhr

Die Verunsicherung bei Ford, auch in Saarlouis, wächst: Der Mutterkonzern will offenbar sein Europageschäft umstrukturieren. Das hatte US-Vorstand Hacket bereits Ende Juli angekündigt. Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Nun haben Analysten der US-Bank Morgan Stanely einen neuen Stein ins Wasser geworfen. Danach stehen 24.000 Jobs bei Ford in Europa auf der Kippe.

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Studiogespräch: "Der Betriebsrat fordert jetzt klare Aussagen"
Audio [SR 3, Karin Mayer, 04.09.2018, Länge: 03:29 Min.]
Studiogespräch: "Der Betriebsrat fordert jetzt klare Aussagen"

Das Unternehmen Ford spricht von Spekulation und will den Bericht der Bank nicht kommentieren. Konkreter reagiert da schon der Gesamtbetriebsvorsitzende Martin Henning: die Mitarbeiter seien verunsichert. Vor allem der bevorstehende Brexit belaste das Geschäft in Europa. Die Kosten dafür dürfe der Konzern nicht allein den europäischen Standorten anlasten. Es sei klar, dass Ford in Europa umstrukturieren müsse. Henning forderte das Management auf, klare Botschaften an die Belegschaft zu geben und Zukunftspläne zu entwickeln. Die Arbeitnehmervertretung habe in der Vergangenheit gut mit dem Management zusammengearbeitet, um Standorte zu sichern.

Die deutschen Standorte Köln und Saarlouis stehen nach Angaben des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Martin Henning gut da. Für beide Werke gilt eine Standortsicherungsvereinbarung mit Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis Mai 2022. Das Ford-Werk in Saarlouis hat rund 6500 Beschäftigte.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 04.09.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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