Foodsharing (Foto: picture alliance / dpa | Jens Kalaene)

St. Ingbert ist erste Foodsharing-Stadt im Saarland

Patrick Wiermer   26.05.2021 | 15:00 Uhr

Millionen Tonnen Lebensmittel laden jedes Jahr in Deutschland einfach so im Müll. Es gibt viele Initiativen, die etwas dagegen tun. Zum Beispiel: Foodsharing. Das Prinzip: Was es zu viel gibt, wird der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch Sankt Ingbert macht mit. Die Stadt trägt nun auch den Titel-Foodsharing-Stadt. Sie ist die erste im Saarland.

St. Ingbert ist erste Foodsharing-Stadt im Saarland
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, .., Länge: 03:03 Min.]
St. Ingbert ist erste Foodsharing-Stadt im Saarland

In Sankt Ingbert ist es nun möglich, Lebensmittel in der Videothek Tape-O-Mania zu kaufen. Mitten in der Innenstadt steht der Kühlschrank der Foodsharer, der Fairteiler. Lebensmittelretterin Bianca Thobae organisiert sich mit ihren Mitstreitern über die Webseite foodsharing.de oder einfach über Whatsapp.

Jährlich werden in Deutschland 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon mehr als die Hälfte in Privathaushalten. Dabei wären gerade die oft vermeidbar, wenn doch der eigene Konsum hinterfragt würde. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen ist auch Ziel der Foodsharing-Stadt Sankt Ingbert.

50.000 Tonnen deutschlandweit

Rund 200 aktive Foodsharer gibt es in Sankt Ingbert. Viele holen die Waren ab, bei Supermärkten, Bäckereien und auch bei den Erzeugern selbst, etwa beim Bauern. Die Menge ist unterschiedlich. Foodsharing lebt von der Gemeinschaft, von kurzfristigen Absprachen, von Flexibilität. Ist der Fairteiler mal zu, werden Lebensmittel auch mal zur kontaktlosen Übergabe vor die Haustür gestellt. So wurden laut Selbstauskunft bereits 50.000 Tonnen Lebensmittel deutschlandweit gerettet.

Auch die Pandemie hat bei vielen für ein Umdenken gesorgt. Der Trend: weniger und besser kaufen. Die Foodsharer hoffen, dass auch dieser Effekt nachhaltig ist.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 25.05.2020 berichtet.

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