Ärger um Alu-Werk Großbliederstroff

Aluwerk weist Vorwurf erhöhter Schadstoffemissionen zurück

Simin Sadeghi   21.11.2018 | 18:00 Uhr

Der Aluminiumverarbeiter Fonderie Lorraine in Großblittersdorf weist den Vorwurf erhöhter Schadstoffemissionen zurück. Nach Angaben der Geschäftsführung halte man im alle gesetzlichen Vorgaben ein. Seit Monaten sorgen sich Anwohner von Kleinblittersdorf wegen Rauch, Lärm und Geruch, die aus dem Werk entweichen.

Man sehe sich zu Unrecht an den Pranger gestellt - so die Aussage der Geschäftsführung. Die Anwohner würden jedes Geräusch, jede Rauchwolke und jeden Geruch, der in der Gemeinde Kleinblittersdorf wahrgenommen werde, auf das Aluminiumwerk zurückführen. Es gebe aber eine Vielzahl anderer industrieller Betriebe rund um Kleinblittersdorf, die ebenfalls verantwortlich sein könnten.

Unternehmen sieht sich durch Messergebnisse bestätigt

Bestätigt sieht sich die Geschäftsführung der Fonderie Lorraine von den Messergebnissen des Umweltministeriums. Die zeigten, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe aus dem Werk hinter der französischen Grenze emittieren. Um die Arbeitsabläufe zu verdeutlichen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, wurden die Bürger zu einer Infoveranstaltung ins Aluwerk eingeladen. Eine Interessensgemeinschaft der Bürger hatte die Mutterunternehmen des Fonderie Lorraine, Voit und ZF in der Vergangenheit immer wieder aufgefordert offenzulegen, welche Stoffe genau aus dem Werk kommen.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 21.11.18 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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