Moria-Lager, Griechenland (Foto: Socrates Baltagiannis - Dpa/Bildfunk)

"Familien nicht nur aus Moria"

Frank Hofmann   16.09.2020 | 07:35 Uhr

Union und SPD haben sich darauf geeinigt, Flüchtlinge aufzunehmen, die sich zurzeit auf griechischen Inseln aufhalten, und zwar deutlich mehr als ursprünglich geplant. Über die Ankündigung der Bundesregierung, bei der es auch um die Aufnahme von Moria-Flüchtlingen geht, hat Frank Hofmann mit ARD-Hauptstadt-Korrespondentin Evi Seibert gesprochen.

Im Interview: Evi Seibert, ARD-Hauptstadtstudio
[SR 3, Frank Hofmann, 16.09.2020, Länge: 03:57 Min.]
Im Interview: Evi Seibert, ARD-Hauptstadtstudio

Die Bundesregierung will insgesamt 408 Familien aufnehmen, in Summe 1553 Menschen. Dabei handele es sich um Familien, die das Asylverfahren in Griechenland schon durchlaufen haben müssten, so Evi Seibert im SR-Interview. "Das hat den Vorteil, dass wenn sie dann in Deutschland sind, nicht noch durch ein Verfahren müssen und unter Umständen dann wieder zurückgeschickt werden müssen."

Die Menschen wurden vom Flüchtlingswerk Vereinter Nationen ausgewählt, "das sind Familien aus unterschiedlichen griechischen Inseln, nicht nur aus Moria", so Seibert.

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Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 16.09.2020.

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