FDP-Wahlplakat-Kampagne für die Landtagswahl (Foto: SR)

Saar-FDP stellt Wahlkampagne vor

Janek Böffel   10.01.2022 | 12:15 Uhr

Die Saar-FDP geht mit einem guten Stück Selbstbewusstsein in den Wahlkampf zur Landtagswahl. "Ein Land will neu!" - so das Motto. Mit Rückenwind aus Berlin hofft auch die FDP-Saar hier nun auf einen Regierungswechsel. Am 10. Januar wurden die Wahlplakate vorgestellt.

"Unser Markenzeichen ist, dass wir eine Partei sind, die optimistisch, lösungsorientiert und mutig ist im Auftritt", sagt Oliver Luksic, der Landesvorsitzende der FDP Saar, bei der Präsentation der Wahlplakate für die anstehende Landtagswahl im Saarland.

Saar-FDP stellt ihre Wahlkampagne vor
Audio [SR 3, Janek Böffel , 10.01.2022, Länge: 03:04 Min.]
Saar-FDP stellt ihre Wahlkampagne vor

Eine Partei mit viel Selbstbewusstsein

Man könnte es auch so formulieren: Die FDP ist eine Partei, die derzeit viel Selbstbewusstsein hat - und das auch zeigt. Und zwar nicht nur der ohnehin allzeit optimistisch dreinschauende Landesvorsitzende Oliver Luksic, mittlerweile ja parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, sondern die ganze Partei.

Der Trend: gut

Die Umfragewerte sind derzeit gut und schließlich gibt es da ja diesen Spruch vom Trend, der dein Freund ist. Und da läuft es für die FDP. Von dem Trend könne man profitieren "und er zeigt: Wenn was Neues angefangen hat, dann geht's voran", sagt Angelika Hießerich-Peter, die Spitzenkandidatin vor einem Großflächenplakat mit ihrem Gesicht darauf und dem grammatikalisch ganz bewusst holpernden Slogan „Ein Land will neu“. So macht man das heutzutage eben.

Früh und noch vage

Und natürlich: Auch der Zeitpunkt der Präsentation ist nicht von ungefähr gewählt. Der Kampf um die Aufmerksamkeit ist hart, gerade für eine Partei, die nicht im Landtag sitzt. Da kann es nicht schaden, die Plakate schon im Januar vorzustellen, sechs Wochen bevor man sie überhaupt aufhängen darf.

Und das Programm? Das liegt auch noch nicht vor. Letzte redaktionelle Änderungen, stünden noch aus, heißt es. Die Slogans auf den Plakaten zu Bildung und Wirtschaft bieten jedenfalls noch viel Interpretationsspielraum. Plakatslogans eben.

Im Aufwind-Sog der Bundes-FDP

Dafür sind aber die Farben eindeutig FDP: Gelb, Blau, Magenta. Man kennt es und erkennt es. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit. Es gab auch im Saarland Zeiten, da hätte die FDP im Land in Sachen Kampagnen am liebsten möglichst wenig mit dem Bund zu tun gehabt.

Die Sache mit dem Trend eben. Was damals ein Klotz am Bein war, könnte der Saar-FDP diesmal in die Karten spielen. "Wir haben bei der letzten Bundestagswahl im Erststimmenergebnis mehr als acht Prozent erreicht - der letzte Saarlandtrend hat diese acht Prozent bestätigt und diese acht Prozent sind auch das Ziel, dass wir bei der Landtagswahl erreichen wollen", so die Spitzenkandidatin.

Manch einer in der Partei hofft insgeheim sogar auf mehr - aber bis Ende März ist noch lange hin. Und das industrielle Saarland ist traditionell ein hartes Pflaster für die FDP.

Das Ziel: Regierungsbeteiligung

Das Ziel der Liberalen ist jedenfalls klar. "Wir sagen: Zehn Jahre GroKo sind genug. Das ist die klare Veränderung, die wir anstreben und diese Veränderung gibt es nur mit der FDP im Land", so Hießerich-Peter.

Da stellt sich natürlich auch die Frage: Wie realistisch sind Koalitionsoptionen abseits der GroKo und damit auch eine Regierungsbeteiligung der FDP?

Nun müssen ab Februar ohnehin erst einmal die Plakate geklebt und gehängt werden. 6000 kleine und 130 Großflächen-Plakate sollen es werden. Der Wahlkampf-Etat steht auch noch nicht endgültig fest. Der Landesvorsitzende Luksic spricht von einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Man sei gut ausgestattet. Auch da: viel Selbstbewusstsein.


Ein Thema in der "Region am Mittag" am 10.01.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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