Uniformen in der Kleiderkammer einer Kaserne (Foto: dpa/Oliver Killig)

Ex-Bundeswehrsoldat Florian Crosbie klagt vor Sozialgericht

Thomas Gerber   17.06.2019 | 13:27 Uhr

Der Fall des ehemaligen Zeitsoldaten Florian Crosbie aus Saarbrücken landet vor dem Sozialgericht des Saarlandes. Der 29 Jährige war vor sieben Jahren als junger Soldat in die Fänge des Geheimdienstes der Bundeswehr des MAD geraten.

Aufgrund einer Verwechslung war Florian Crosbie des Islamismus und Salafismus bezichtigt worden. Dass es eine Verwechslung war, merkten die Geheimdienstler auch relativ schnell. Crosbie aber wurde erst sehr viel später über den Irrtum aufgeklärt. Eine Verwechslung, die ihn in ein tiefes Loch fallen ließ.

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Ehemaliger Bundeswehrsoldat Florian Crosbie klagt vor Sozialgericht
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 17.06.2019, Länge: 04:44 Min.]
Ehemaliger Bundeswehrsoldat Florian Crosbie klagt vor Sozialgericht

Ärzte der Bundeswehr bescheinigten ihm eine Depression, ausgelöst vom Verhör der MADler und der darauf folgenden Stigmatisierung durch Vorgsetzte und Kameraden. Crosbie ist dienstunfähig, schied aus der Bundeswehr aus und will jetzt Wiedergutmachung. Das Bundesamt für Personalmanagement hat seinen Antrag auf Entschädigung endgültig abgelehnt. Crosbie wird jetzt das Sozialgericht bemühen. Ums Geld gehe es ihm dabei nicht, sondern um Anerkennung.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 17.06.2019 berichtet.

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