Taschenrechner und Kugelschreiber liegen auf einem offenen Aktenordner (Foto: pixabay/jackmac34)

Handwerks-Betriebe und die aufwendige Grenz-Bürokratie

Lisa Huth   15.10.2019 | 07:59 Uhr

Mittelständische und auch größere Unternehmen mit unverhältnismäßig viel Papieraufwand betreiben, wenn Sie Mitarbeiter nach Frankreich zum Arbeiten schicken wollen. Schuld daran ist die "Entsenderichtlinie". Am 14. Oktober fand in Saarbrücken eine Grenzlandkonferenz statt, bei der über Konzepte zum Abtragen der Papierberge beraten wurde. SR 3-Reporterin Lisa Huth berichtet, was dabei rausgekommen ist.

Weniger Bürokratie für Handwerks-Betriebe
[SR 3, Lisa Huth, 15.10.2019, Länge: 02:34 Min.]
Weniger Bürokratie für Handwerks-Betriebe

Die Grenzlandkonferenz zur Entsenderrichtlinie in Saarbrücken (Foto: SR/Lisa Huth)
Die Grenzlandkonferenz zur Entsenderrichtlinie in Saarbrücken

Knackpunkt sind die französischen Sozialstandards. Die können ohne den Papierkrieg leicht unterlaufen werden. Auch von deutschen Firmen. Nun sollen die Firmen, die sich an die Regeln halten, eine Plattform bekommen, auf der sie das nur noch ein einziges mal nachweisen müssen und dann nicht wieder jeden Tag aufs Neue. Das Ganze muss ausprobiert werden. Und dieses Experimentieren ermöglicht nun der Aachener Vertrag.

Angedacht ist dieser Grenzraum – und zwar ganz weit gedacht: Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und die Region Grand Est aus Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne. Hier sollen die Erleichterungen greifen. Und die IHK und Arbeits-Staatssekretäre aus Paris, Berlin, Stuttgart, Mainz und Saarbrücken planen damit einen ganz großen Wurf: in dieser Zone soll ein Modell für Europa entstehen. Geht es nach dem Willen der Franzosen, sogar die Keimzelle für gemeinsame Sozialstandards für ganz Europa.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 15.10.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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