Heizkraftwerk Römerbrücke in Saarbrücken (Foto: SR/Karin Mayer)

Energie SaarLorLux investiert in Gaskraftwerk

Karin Mayer   16.02.2019 | 08:10 Uhr

Raus aus der Kohleverstromung bis 2038? Das hat die Kohlekommission vorgeschlagen. Der Energieversorger Energie SaarLorLux will das schneller schaffen und plant den Bau eines Gasmotoren-Kraftwerks in Saarbrücken.

Neues Gasmotoren-Kraftwerk an der Römerbrücke
Audio [SR 3, Karin Mayer, 16.02.2019, Länge: 03:01 Min.]
Neues Gasmotoren-Kraftwerk an der Römerbrücke

Fünf Gasmotoren sollen künftig Fernwärme und Strom für Saarbrücken liefern. Mit einer Leistung von insgesamt 50 MW sollen sie Kohlekessel ersetzen, die noch im Einsatz sind. Schon jetzt nutzt das Kraftwerk an der Römerbrücke zu 80 Prozent Gasmotoren. Mit dem geplanten Blockheizkraftwerks soll der Kohleausstieg endgültig gelingen.

Der Vorstandssprecher Joachim Morsch sagte dem SR, dadurch werde der Standort effizienter und wirtschaftlicher. Zudem sinke die Emissionsbelastung in der Stadt Saarbrücken. Die Investition von rund 80 Millionen Euro sei möglich, weil das Gasmotoren-Kraftwerk zu zwei Dritteln über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert werde. Ein Vorbescheid liege bereits vor, so Joachim Morsch.

Baubeginn Ende 2019

Die Planungen für das Gasmotorenkraftwerk laufen, eine Baugenehmigung und die Zustimmung der Aufsichtsräte erhofft sich Energie SaarLorLux bis zur Jahresmitte. Baubeginn für die neue Anlage soll Ende des Jahres sein.

Um die Förderung zu erhalten, muss das Gasmotorenkraftwerk spätestens Ende 2022 in Betrieb gehen. In den Wintermonaten wird im Kraftwerk Römerbrücke noch Kohle verbrannt. Sie muss mit Lkw angeliefert werden, weil die Saar nicht bis zum Kraftwerk Römerbrücke schiffbar ist.

Über dieses Thema wurde auch in der "Rundschau" am 16.02.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.