Döner Kebab (Foto: pixabay / LibbyandMarcelcom)

Döner heißt jetzt vielerorts nur noch "Drehspieß"

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Lisa Huth   19.05.2020 | 07:04 Uhr

Wer sich unterwegs was zum Essen auf die Hand holt, wählt meist Pommes Frites, Rostwurst oder Döner. Wobei Letzteres häufig gar nicht mehr Döner genannt werden darf. Dort steht dann zum Beispiel "Drehspieß". Schuld ist die so genannte "Dönerverordnung". Die gilt schon eine Weile. Ihre Befolgung wird jetzt aber auch im Saarland mehr kontrolliert.

Döner Kebap heißt jetzt vielerorts nur noch "Drehspieß"
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 19.05.2020, Länge: 03:48 Min.]
Döner Kebap heißt jetzt vielerorts nur noch "Drehspieß"

Paul Nerschbach ist regelmäßig mit anderen Lebensmittelkontrolleuren im Saarland unterwegs, unter anderem auf der Suche nach falschen Dönern. Denn nicht alles, was sich in saarländischen Dönerbuden dreht, darf auch Döner genannt werden. Ein Döner Kebap darf hergestellt werden aus Rind-, Kalb- Schaf-, oder Lammfleisch mit Salz, Gewürzen, Zwiebeln, Eiern, Joghurt und allgemeinen Zusatzstoffen. Wenn etwas anderes dazu kommt, darf es nicht mehr als Döner Kebap bezeichnet werden.

Verstößt ein Imbiss gegen diese Auflagen, drohen Bußgelder von 150 bis 200 Euro. Festgeschrieben ist das in den Leitsätzen des deutschen Lebensmittelbuches. Ob Betreiber jetzt ihre Döner umbennen müssen oder nicht, können sie ganz einfach nachlesen. Das steht nämlich auf dem Etikett, das bei der Anlieferung der Spieße dabei ist. Wobei Döner Kebap übersetzt ohnehin nichts anderes heißt als Grillspieß: Kebap bedeutet gegrilltes Fleisch und Döner "drehender Grill".

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 19.05.2020 berichtet.

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