Verschiedene Menschen, die Plakate und Sprechblasen vor sich halten. (Foto: IMAGO / Yay Images)

Beratung zu Diversität in Saar-Unternehmen

mit Informationen von Nadine Thielen   31.05.2022 | 06:00 Uhr

Verschiedene Köche…. machen den Brei besser! Das gilt zumindest für das Thema Diversität. Je mehr verschiedene Menschen im Unternehmen arbeiten, desto profitabler ist es. Das zeigen aktuelle Studien. Allerdings nur, wenn diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch richtig eingebunden werden. Wie das am besten funktioniert, dazu können sich Unternehmen beraten lassen - zum Beispiel vom IQ-Netzwerk im Saarland.

Nils Bortloff ist ist Experte für Diversitätsmanagement und berät Unternehmen in Workshops dabei, diverser zu werden. Tätig ist er für das saarländischen IQ-Netzwerk, einem von Bund und EU-gefördeten Programm rund um Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wir haben ihn auf einer solchen Beratung in Merzig begleitet - und zwar bei er GFN GmbH, einem Anbieter von Bildungsprogrammen - vor allem im Bereich IT.

Die GFN GmbH gehört zu den Unterzeichnern der "Charta der Vielfalt" - eine Initiative für mehr Diversität.

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Beratung zu Diversität in Saar-Unternehmen
Audio [SR 3, Nadine Thielen, 31.05.2022, Länge: 02:39 Min.]
Beratung zu Diversität in Saar-Unternehmen
Verschiedene Köche…. machen den Brei besser! Das gilt zumindest für das Thema Diversität. Je mehr verschiedene Menschen im Unternehmen arbeiten, desto profitabler ist es. Das zeigen aktuelle Studien. Allerdings nur, wenn diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch richtig eingebunden werden. Wie das am besten funktioniert, dazu können sich Unternehmen beraten lassen - zum Beispiel vom IQ-Netzwerk im Saarland.

Viele Saar-Unternehmen "sehr divers"

Am Anfang stehe immer eine Analyse des Unternehmens, so Bortloff. Und hier könne man immer wieder feststellen, dass viele Unternehmen schon "sehr, sehr divers aufgestellt" seien. Dazu zählten beispielsweise Geschlecht, Religion, Migrationshintergrund aber auch unterschiedliche Berufserfahrung oder Familiensituationen.

Diversität als Chance

Und genau deshalb hat GFN-Standort-Leiterin Michaela Ortega-Dax das Thema auf die Agenda von GFN in Merzig gesetzt: "Was mich am meisten beeindruckt hat ist, dass wir divers sind", sagt sie. Wir müssten es uns einfach stärker bewusst machen, welches Potential und welche Chancen das mit sich bringe.

Welche Maßnahmen gibt es?

Ein Beispiel: Unser Arbeitsleben ist nach den christlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten ausgerichtet. Aber auch in anderen Religionen gibt es wichtige Feiertage - zum Beispiel das muslimische Fest des Fastenbrechens. Genau darauf hat GFN reagiert: Überall hängt jetzt ein Kalender für solche Feiertage, um den Start von Projekten besser zu koordinieren.

Reibung gehört dazu

Diversität leben bedeutet Arbeit und - das gehört zur Wahrheit dazu -  kann auch für Zündstoff sorgen: Bei einem Team mit unterschiedlichen Biografien habe man natürlich auch in Planungen unterschiedliche Ansätze, "wie man ein Thema angeht und das führt automatisch auch zu Reibung", so Unternehmensberater Bortloff.

Ein Unternehmen für alle

Und trotzdem lohne sich der Weg - sagt Michaela Ortega-Dax, denn wer Fachkräfte sucht, muss eben auch etwas  bieten. Wenn ein Unternehmen nach außen auch darstellen könne, dass man dort als Frau, als Alleinerziehende oder auch als Mann mit Pflegeaufgabe genauso erfolgreich und genauso wirkungsvoll arbeiten könne, "dann ist das Unternehmen auch attraktiv."


Der Diversity-Tag auf SR 3

31. Mai 2021 - Ein Zeichen für Vielfalt
Der Diversity-Tag auf SR 3
Diversität im Arbeitsalltag ist kein notwendiges Übel, um dem Recht auf Gleichbehandlung gerecht zu werden. Diversität ist vielmehr ein Wettbewerbsvorteil, der, wissenschaftlich bewiesen, zu mehr Umsatz und Gewinn bei Unternehmen führen kann. Unser Schwerpunkt am Diversity-Tag auf SR 3 Saarlandwelle.

Ein Thema in "Guten Morgen" am 31.05.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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