Gemüse in Plastikverpackung (Foto: dpa)

Deutschland ist europäischer Verpackungsmüllmeister

Studiogespräch: Gerd Heger / Karin Mayer   26.07.2018 | 16:15 Uhr

Die Plastiktüte für das Grillhähnchen, der eingeschweißte Salat, das Onlinepaket mit massenhaft Dämmmaterial - im Endeffekt alles Verpackungsmüll. Und der meiste Verpackungsmüll in Europa geht auf das Konto von uns Deutschen. Das Bundesumweltamt hat diese nicht besonders lobenswerte Europameisterschaft am 26. Juli bekannt gegeben. Im Studiogespräch erläutert SR 3-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer die Einzelheiten.

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Studiogespräch: "Nur knapp die Hälfte des Verpackungsmülls verursachen die Privathaushalte"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger/Karin Mayer, 26.07.2018, Länge: 02:35 Min.]
Studiogespräch: "Nur knapp die Hälfte des Verpackungsmülls verursachen die Privathaushalte"

Laut Bundesumweltamt hat 2016 im Durchschnitt jeder Bundesbürger 220 Kilogramm Verpackungsmüll verursacht. Der EU-Durchschnitt liegt bei 167 Kilogramm - wobei sich diese Zahl auf das Jahr 2015 bezieht.

Verursacher sind aber bei Weitem nicht nur die Endverbraucher. Nur knapp die Hälfte des Verpackungsmülls gehen auf das Konto der Privathaushalte. Hier entstehen rund 103 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf. Hauptgründe sind unter anderem immer mehr Internetbestellungen und Einwegverpackungen.

Ab 2019 neues Verpackungsgesetz

Das Problem des Verpackungsmülls ist schon lange bekannt. Die Politik hat inzwischen auch schon reagiert. Im Januar 2019 tritt ein neues Verpackungsgesetz in Kraft. Mit diesem Gesetz soll Mehrweg und Verpackungsvermeidung gefördert werden. Zudem schreibt es eine höhere Recyclingquote vor. Bei Kunststoff beispielsweise soll die aktuelle Quote von 36 Prozent auf 63 Prozent bis 2022 steigen.

Über dieses Thema wurde in der "Region am Nachmittag" am 26.07.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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