Schrotthändler-Demo in Trier

Schrotthändler demonstrierten gegen Einschränkungen

Marc Steffgen / Onlinefasung: Raphael Klein   18.01.2019 | 16:15 Uhr

Rund 100 Schrotthändler hatten am 18. Januar mit ihren Lastwagen in Trier demonstriert. Seit Jahren dürfen sie keinen Elektrokschrott mehr einzusammeln. Dennoch sei es geduldet worden, heißt es unter ihnen. Doch verstärkte Kontrollen lassen sie nun um ihre Existenz fürchten.

Seit 2012 verbietet das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz den Schrotthändlern die Entsorgung von Elektromüll. Das erlaubt der Gesetzgeber nur öffentlich-rechtlichen Entsorgern. So sollen etwaige umweltschädliche Rückstände fachgerecht entsorgt werden. Nachdem seit einigen Monaten die Kontrollen verschärft wurden, klagen viele Schrotthändler über finanzielle Einbußen und fürchten um ihre Existenz.

Jahrelang habe man es seitens der Kommunen geduldet, dass sie weiterhin Elektromüll zu den Wertstoffhöfen gebracht hätten - zumal sie damit die gleiche Arbeit wie die öffentlich-rechtlich bestellten Abholer erledigt hätten, heißt es seitens der Schrotthändler. 20 Euro verlangen die Kommunen für eine Abholung von Elektromüll. Unter den Schrotthändlern glauben einige, dass es den Behörden also eher um Geld als eine fachgerechte Entsorgung gehe. Der Zweckverband "Abfallwirtschaft Region Trier" hält in einer Stellungnahme dieser Kritik entgegen, dass sie mit dem Einsammeln von Elektromüll kaum Geld verdienten.

Bei den Schrotthändlern hingegen sind die Verluste zu spüren: Im Schrotthandel geht es um Masse. Denn die Händler werden von ihren Abnehmern nach Gewicht bezahlt. Eine Tonne Schrott bringt rund 100 Euro.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" vom 18.01.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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