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Täglich verlässlich über Corona informiert

Kollegengespräch Michael Friemel / Carolin Dylla  

Die Flut an Informationen über die Corona-Pandemie reißt nicht ab. Kaum einer blickt noch durch. Was sind Fake News, was wurde falsch verstanden, worauf kann man sich eigentlich noch verlassen? Darum gibt es jetzt ein tägliches Update über die wichtigsten Entwicklungen in der Welt und auch im Saarland.

Mittwoch , 25. März

Die aktuellen Zahlen

Dienstagnachmittag (Stand: 15.00 Uhr) waren im Saarland 433 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Diese Zahlen veröffentlicht das Gesundheitsministerium einmal pro Tag. Inzwischen sind im Saarland insgesamt drei Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. 38 werden wegen der Infektion im Krankenhaus behandelt - fast die Hälfte von ihnen auf der Intensivstation. Aber - um auch die guten Nachrichten nicht zu vernachlässigen: im Saarland haben 14 Menschen die Infektion mit dem Corona-Virus überstanden und sind wieder gesund. In Deutschland sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 32.991 Menschen infiziert (Stand: Mittwoch, 06.00 Uhr).

Was tut sich im Saarland?

Die Testkapazitäten werden hochgefahren: Gestern haben die ersten neuen Teststationen im Saarland geöffnet. Zum Beispiel auf dem Ford-Gelände in Saarlouis - organisiert als Drive-In-Lösung mit mehreren Linien. Jede dieser Linien soll rund 50 Patienten pro Stunde testen können. Auch in Ottweiler und Homburg wurden gestern Stationen eröffnet, heute sollen weitere folgen: unter anderem auf dem Bundeswehrgelände in Merzig. Engpässe den Tests gibt’s also erstmal nicht mehr - nur könnte es sein, dass die Labore mit der Auswertung nicht mehr hinterherkommen, weil unter anderem schon jetzt die dafür nötigen Chemikalien knapp werden.

Der Blick richtet sich jetzt auch immer mehr darauf, wie der Alltag organisiert wird - wie also in der jetzigen Situation eine Art “Normalität” entstehen kann. Da stand gestern die Notbetreuung im Fokus: und die läuft - so berichtet es das Bildungsministerium - ganz gut. Insgesamt sind knapp 2.200 Kinder in der Notbetreuung - und es gibt noch weitere Kapazitäten. Ob die insgesamt reichen werden: dazu gibt es allerdings keine Prognose aus dem Bildungsministerium.

Auch noch wichtig: kleine und mittelständische Unternehmen im Saarland können ab sofort Hilfsgelder aus dem Sofortprogramm der Landesregierung beantragen. Das nötige Formular kann man hier herunterladen: www.corona.wirtschaft.saarland.de. Je nach Mitarbeiterzahl gibt’s zwischen 3.000 und 10.000 Euro - die nicht zurückgezahlt werden müssen, solange alle Angaben richtig sind. 

Wie sieht es in Grand Est aus?

Dort ist die Lage immer noch extrem angespannt. Stand Montagabend waren laut der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) in der Region 335 Menschen infolge der Corona-Infektion gestorben - das entspricht rund einem Drittel der registrierten Todesfälle in ganz Frankreich. Rund 2.400 werden im Krankenhaus behandelt - knapp 530 auf der Intensivstation. 

Aber es gibt bonne nouvelles: der Aufruf, Schutzmasken zu sammeln ist offenbar auf ein enormes Echo gestoßen: mehr als eine Million Masken sind laut ARS in einer Woche zusammengekommen und sollen jetzt an das medizinische Personal verteilt werden. Außerdem haben mehrere Unternehmen angekündigt, ihre Produktion um- und Masken herzustellen um das medizinische Personal zu schützen.

Heute soll außerdem ein spezieller, zu einem Krankentransport umgebauter TGV 30 Patienten aus Straßburg und Mulhouse in Krankenhäuser in anderen Landesteilen bringen. Das hat Gesundheitsminister Olivier Véran gestern im Parlament angekündigt.


Audio

SR-Landespolitik-Reporterin Carolin Dylla.
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 25.03.2020, Länge: 03:48 Min.]
SR-Landespolitik-Reporterin Carolin Dylla.
Die Flut an Informationen über die Corona-Pandemie reißt nicht ab. Kaum einer blickt noch durch. Was sind Fake News, was wurde falsch verstanden, worauf kann man sich eigentlich noch verlassen? Darum gibt es jetzt ein tägliches Update über die wichtigsten Entwicklungen in der Welt und auch im Saarland.


In der Corona-Krise täglich informiert
"Jetzt gibt es einen Messenger-Dienst der Landesregierung"
Die Landesregierung hat einen Antwortdienst über die Social Media eingerichtet. Da können die Saarländer ihre Fragen loswerden und auch Fake News melden. Der Chat funktioniert über den Facebook-Dienst Messenger, bei Telegram und Notify muss man nach dem "Corona-Newsroom" suchen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 25.03.2020 berichtet.

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