Gastronomie (Foto: SR)

Gastronomie, Hotels und Einzelhandel besorgt

Andree Werner mit Informationen von Marie Kribelbauer   30.11.2021 | 07:27 Uhr

3G wird zu 2G und 2G wird zu 2G+. Am Montag hat Ministerpräsident Hans in seiner Regierungserklärung strenge Corona-Maßnahmen verkündet. Die könnten schon ab Donnerstag in Kraft treten und stellen jetzt insbesondere Restaurants, Hotels und den Einzelhandel vor große Herausforderungen, wie SR 3-Reporterin Marie Kribelbauer recherchiert hat.

Es ist ein herber Schlag für eine Branche, die in der Corona-Pandemie ohnehin schon stark gelitten hat. Sollten die neuen Corona-Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden, gilt in Restaurants und Gaststätten künftig 2G Plus. Das bedeutet: Für Ungeimpfte bleibt die Küche kalt. Geimpfte müssen sich zusätzlich um einen negativen Test mit entsprechendem Zertifikat kümmern. Spontane Treffen im Restaurant oder auf einen Kaffee sind dann nicht mehr so einfach möglich.

Gastronomie, Hotels und Einzelhandel besorgt
Audio [SR 3, (c) SR 3, 30.11.2021, Länge: 02:27 Min.]
Gastronomie, Hotels und Einzelhandel besorgt

Erste Reaktionen im Hotel- und Gastronomiegewerbe

Frank Hohrath vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Saar hat die Regeln zwar erwartet, sie kommen aber zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, wie er im SR-Interview betont. Die ersten Auswirkungen der verkündeten Maßnahmen seien schon spürbar. Viele Firmen und Betriebe hätten zum Beispiel ihre Weihnachtsfeiern storniert, so Hohrath. Die Politik müsse jetzt schnell die nötigen Vorbereitungen treffen. Einerseits um die Hotel- und Gastrobranche zu entlasten, aber auch, um die Hemmschwelle für Geimpfte, sich zusätzlich testen zu lassen, so niedrig wie möglich zu halten.

Einzelhandel hat sich noch gar nicht erholt

Auch den Einzelhandel treffen die neuen Regeln hart – und das nur wenige Wochen vor Weihnachten. Dort soll künftig 2G gelten, außer in Geschäften des täglichen Bedarfs, wie Supermärkten und Apotheken. Dabei habe sich die Branche noch lange nicht erholt, sagt Fabian Schulz, Geschäftsführer des saarländischen Einzelhandelsverbandes im SR-Interview. Die nächsten Wochen würden für den Einzelhandel zu einer Zerreißprobe. Trotz aller Vorbereitungen, die der Handel jetzt treffen muss, schließt Schulz nicht aus, dass kleine Geschäfte erneut in eine Existenzkrise geraten.

Ein Thema am 30.11.2021 auf SR 3 Saarlandwelle in der Sendung "Guten Morgen".

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