Das Viertel Petite France in Straßburg. (Foto: SR)

Grand Est zum Risiko-Gebiet erklärt

Lisa Huth   11.03.2020 | 11:24 Uhr

Das Robert-Koch-Institut meldet auf seiner Internetseite auch internationale Risiko-Gebiete. Dazu gehört neben China, Südkorea, Iran, Italien auch die französische Region Grand Est. Wer Reisen oder Besuche in Elsass, Lothringen oder Champagne Ardenne plant, sollte also über eine Verlegung nachdenken.

Nach jüngsten Zahlen der regionalen Gesundheistsbehörde "ARS" in Nancy waren, Stand gestern, 17 Uhr, in ganz Grand Est 464 Personen infiziert. Das bedeutete einen Anstieg um 154 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Anlass für die Einschätzung des Robert-Koch-Institutes ist vermutlich die Versammlung einer Freikirche bei Mulhouse. Dort hatten sich mehrere Tausend Menschen getroffen. Dazu gehört auch ein Grenzpendler aus Lothringen ins Saarland nach St. Ingbert. Der dortige SAP-Filiale ist derzeit geschlossen. Die Mitarbeiter sind zu Heimarbeit verdonnert.

Aufgeschlüsselt nach Teilregionen ist das Elsass weiterhin besonders betroffen. Dort gibt es mehr als 370 Fälle. In dem im Saarland angrenzenden Département Moselle sind derzeit 47 Fälle gemeldet. In ganz Grand Est wuden bislang fünf Todeszähle gezählt.

Der Raum um Mulhouse gilt in Frankreich als einer der wichtigsten Infektionsherde in Frankreich. Rund 100 Schulen und Kitas um Mulhouse herum sind mittlerweile geschlossen. Veranstaltungen in Räumen mit mehr als 50 Personen sind untersagt.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten am 11.03.2020 berichtet.

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