Fieberthermometer (Foto: pixabay/leo2014)

Ein Viertel mehr Corona-Fälle in Grand Est

Lisa Huth / Onlinefassung: Thomas Braun   12.03.2020 | 07:55 Uhr

Die Zahl der am Coronavirus Infizierten in Grand Est ist innerhalb eines Tages um ein Viertel gestiegen. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde ARS waren bis Mittwochnachmittag 587 Personen positiv getestet worden. Das RKI hat die Region Grand Est mittlerweile als Risikogebiet eingestuft.

Die meisten Neuinfektionen in Grand Est wurden mit 457 weiterhin im Elsass festgestellt. Dort ging die Ansteckung von einem freikirchlichen Treffen mit 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Nähe von Mulhouse aus. Neun Menschen sind in Grand Est an der Krankheit gestorben. Die meisten davon waren im fortgeschrittenen Alter. Einer der gestern Verstorbenen war 38. Im saarländischen Nachbardepartement Moselle wurden mittlerweile 59 Personen positiv getestet.

Der französische Innenminister Castaner kommt heute nach Metz, um über die Organisation der französischen Kommunalwahlen an den kommenden beiden Sonntagen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus' zu sprechen. 

Video [aktueller bericht, 12.03.2020, Länge: 2:52 Min.]
Französische Generalkonsulin zum Risikogebiet Grand-Est
Ausnahmesituationen wie die Corona-Krise können auch eine Freundschaft wie die zwischen dem Saarland und seinen französischen Nachbarn strapazieren. Das Robert Koch-Institut hat die Region Grand-Est zum Corona-Risikogebiet erklärt. Die Franzosen fühlen sich überrumpelt. Der aktuelle bericht hat mit Generalkonsulin Catherine Robinet gesprochen.

Grand Est gilt als Risikogebiet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Region Grand Est am Mittwoch als Risikogebiet eingestuft. Das hat auch Auswirkungen auf das Saarland. So dürfen in der Gemeinde Wadgassen ab sofort Kinder aus Grand Est nicht mehr die Kitas und Schulen besuchen. Auch für die saarländischen Schulen mit Schülern aus Frankreich wird derzeit eine Regelung erarbeitet.

Viele Unternehmen mit Grenzpendlern prüfen aktuell, ob weitere Vorsichtsmaßnahmen nötig sind. Bei denjenigen, die in Grand Est wohnen und Krankheitssysmptome aufweisen, sind die Betriebsärzte nun angehalten, Tests auf das neuartige Virus durchzuführen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.03.2020 berichtet.

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