Luxor in Ägypten. (Foto: SR)

Eppelbornerin sitzt im ägyptischen Luxor fest

Thomas Gerber   18.03.2020 | 13:14 Uhr

Nachdem der internationale Flugverkehr aufgrund der Corona-Pandemie mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist, will Außenminister Maas mit vom Bund gecharterten Maschinen die Urlauber zurück nach Deutschland fliegen. Eine dieser Gestrandeten ist eine Frau aus Eppelborn. Sie kommt nicht aus Ägypten raus.

Laut Maas werden Marokko und die Philippinen angeflogen und unter anderem auch das als Urlaubsziel immer beliebter werdende Ägypten. Von dort hat sich eine gestrandete und fast schon verzweifelte Saarländerin gemeldet. Veronika ist schon seit einigen Wochen im ägyptischen Luxor, hat sich während eines mehrtägigen Unwetters eine Bronchitis eingefangen.

Eppelbornerin sitzt im ägyptischen Luxor fest
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 18.03.2020, Länge: 03:04 Min.]
Eppelbornerin sitzt im ägyptischen Luxor fest

Veronika hatte In der oberägyptischen Metropole Luxor, der Stadt der Paläste, ihr Winterdomizil in einem kleinen Appartementhaus aufgeschlagen. Dann aber kam Corona. Ägypten meldet niedrige offizielle Zahlen. Aber: Ein 6o Jähriger Tourist, der an einer Nilkreuzfahrt teilgenommen hatte, war der erste deutsche Coronatote.

Wie heimkommen?

Den offiziellen Zahlen der ägyptischen Regierung schenken Virologen weltweit wenig Glauben, die wahre Zahl der Infizierten wird nicht auf mindestens 20.000 geschätzt. Unter Experten gilt Luxor mit seinen 500.000 Einwohnern als "ägyptisches Zentrum der Coronaepidemie".

Eigentlich sollte die 59-Jährige Veronika am 30. März mit Tui Fly zurück nach Deutschland fliegen. Vom 19. März an aber will Ägypten den Flugverkehr nach Deutschland komplett einstellen. Die letzten Flugzeuge starten ab Kairo oder dem Ferienort Hurghada,beides Hunderte Kilometer entfernt. Von Tui Fly hatte die 59 Jährige Eppelbornerin keine Rückmeldung bekommen. Veronika schaltete ihren Bürgermeister im heimischen Eppelborn, Andreas Feld, ein, sprach erneut mit dem zuständigen Beamten in der deutschen Botschaft.

Eppelborner Bürgermeister aktiv

Bürgermeister Feld hatte früher mal in der Staatskanzlei gearbeitet. Er hat offenbar seine alten Drähte genutzt und den kürzeren Weg ins Außenministerium gesucht. Ob das geklappt hat, und wie Veronika ins möglicherweise rettende Hurghada oder Kairo kommen kann, steht noch nicht fest.

Am Telefon hörte sich Veronika inzwischen aber optimistischer an. Noch säße sie auf glühenden Kohlen, werde sich aber bei der Saarlandwelle melden, wenn sie "wieder dehemm" sei.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 18.03.2020 berichtet.

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