Corona-Forschung (Foto: Hao Yuan/Xinhua/dpa)

Neues Corona-Forschungsprojekt „Corsaar“ im Saarland

Axel Wagner   08.04.2020 | 15:32 Uhr

Wie kann die Versorgung von Patienten mit Covid-19 verbessert werden? Dazu haben mehrere Institute im Saarland eine neue, landesweite Studie namens „Corsaar“ gestartet. Die Landesregierung erhofft sich davon neue Erkenntnisse.

Neue Corona-Studie „Corsaar“ im Saarland
Audio [SR 3, Nadine Thielen, 08.04.2020, Länge: 04:22 Min.]
Neue Corona-Studie „Corsaar“ im Saarland

Für die Studie werden nach Angaben der Staatskanzlei Daten und Blutproben von möglichst vielen Betroffenen gesammelt und ausgewertet. Ziel sei es, den Erkrankungsverlauf besser vorerzusagen, Risikopatienten frühzeitig zu erkennen und über molekulare Analysen neue Therapieverfahren zu entwickeln.

Therapie und Impfstoff durch Forschung

„Forschung ist aktuell sehr wichtig. Gleichwohl steht natürlich die Versorgung von Kranken für uns im Vordergrund“, erklärte Robert Bals, Direktor der Klinik für Innere Medizin an der Uniklinik Homburg im SR-Interview. „Um die Zahl der Erkrankten und die Erkrankungsschwere möglichst weit nach unten zu fahren, muss man möglichst viel über diese neue Erkrankung lernen.“ Deshalb habe man ein Netzwerk aufgesetzt, um an möglichst viele Daten zu kommen, auch von Patienten, die zuhause in Quarantäne sind.

Man habe dazu erst einmal alle Level-1-Krankenhäuser eingeschlossen, so Bals. Diese kümmern sich um schwerkranke Patienten. Dazu gehören neben der Uniklinik Homburg das Winterbergklinikum und die SHG-Klinik in Völklingen. Die Teilnahme ist für die Patienten freiwillig.

780.000 Euro Förderung

Die Staatskanzlei fördert das Forschungsvorhaben mit insgesamt 280.000 Euro. Weitere 250.000 Euro kommen von der Universität des Saarlandes, die Rolf-Schwiete-Stiftung steuert 250.000 Euro bei.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, durch die Bündelung unserer wissenschaftlichen Kräfte hier im Saarland die Behandlung und Erforschung der Covid-19-Erkrankung einen wichtigen Schritt voranzubringen“, so Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). 

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