Das Atomkraftwerk Cattenom im März 2019 (Foto: Lisa Huth/SR)

Betreiber hält Cattenom für sicher

Lisa Huth   27.03.2019 | 11:26 Uhr

Am 22. März 2019 wurde bekannt, dass die Alarmzone um das Atomkraftwerk Cattenom von zehn auf 20 Kilometer erweitert wurde. Dadurch beokmmen im Katastrophenfall jetzt mehr Menschen Jodtabletten als bisher vorgesehen. Bei der Jahrespressekonferenz am Mittwoch hat der Betreiber des Atomkraftwerks in Cattenom versucht, das AKW von der besten Seite zu präsentieren.

Vier Blöcke gibt es in Cattenom, seit dem vergangenen Jahr hat der zweite die Genehmigung für den Weiterbetrieb von zehn Jahren. Die anderen beiden kommen im Jahr 2021 dran. Dann wird das AKW 40 Jahre laufen. Cattenom-Direktor Rosso sagte aber klar: 60 seien anvisiert – und dann entscheide die EDF nochmal neu.

Video [aktueller bericht, 27.03.2019, Länge: 2:35 Min.]
AKW-Direktor zieht positive Jahresbilanz für Cattenom

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 48 Vorfälle. sagte dazu: Er lese in der ausländischen Presse immer wieder von „Pannenmeilern“. Frankreich sei quasi das einzige Land, das eine eigene Kategorie, die Stufe Null, eingeführt habe: Ereignisse ohne Konsequenzen für die Sicherheit. 44 der Vorfälle hatten diese Stufe. Vier hatten die Stufe eins, also die unterste auf der INES-Skala für atomare Vorfälle.

Cattenom: Störfälle haben keine Auswirkung auf Sicherheit
Cattenom: Störfälle haben keine Auswirkung auf Sicherheit

Neu in Rechnung genommen werde inzwischen der Klimawandel: Die Anlage werde nun auch fit gemacht, um etwa Tornados standzuhalten. Oder etwa längeren Hitzeperioden. Zum aufgekauften Gelände rund um das AKW sagte Rosso: Dort werde kein weiterer Reaktor gebaut, sondern möglicherweise Wind- und Solaranlagen.

Über dieses Thema wurde auch auf SR 3 in der Region am Mittag am 27.03.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen