In Neunkirchen-Heinitz entsteht eine neue Bergehalde (Foto: SR/Steffani Balle)

Heinitzer Ärger über Bergehalde

Steffani Balle   14.06.2019 | 12:40 Uhr

Heinitzer Bürger ärgern sich über das Vorgehen der RAG bei der Sanierung des ehemaligen Bergbaugeländes. In einem Brief fordern sie die RAG auf, die „gigantische Zerstörung der Natur“ sofort zu stoppen. Die RAG reagiert gelassen.

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Heinitzer Ärger über Bergehalde
Audio [SR 3, Steffani Balle, 14.06.2019, Länge: 03:10 Min.]
Heinitzer Ärger über Bergehalde

Mit karger Landschaft für die ersten paar Jahre nach der Sanierung hätten die Heinitzer gerechnet, sagt ein Sprecher der Heinitzer Anwohner. Aber nicht damit, eine über zehn Meter hohe neue Halde, bedeckt mit schwarzem Haldenschutt von anderen stillgelegten Bergbau-Flächen hinter ihre Gärten gesetzt zu bekommen. Darauf wachse über Jahrzehnte kein Baum und kein Strauch, der ganze Ort werde bei Wind mit schwarzem Staub bedeckt, so die Befürchtung.

Die RAG äußerte sich schriftlich, man habe die ursprünglichen Pläne, die im Frühjahr vorigen Jahres öffentlich vorgestellt worden waren, ändern müssen. Die abzudeckende Fläche sei größer als ursprünglich gedacht und deshalb müsse auch die Halde als Stützbauwerk größer ausfallen. Im Übrigen sei das noch aufzubringende Abdeckmaterial gut geeignet für diverse Amphibien, Libellen und etliche seltene Pflanzen, die sich dort selbst ansiedeln würden, heißt es in dem Schreiben. Sollte die Bürger Fragen haben, könnten sie sich jederzeit bei der für die Sanierung zuständige RAG Montan Immobilien GmbH melden.

Ein Thema in der "Region am Mittag" vom 14.06.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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