Polizei Saarland (Foto: SR)

Klaus Bouillon und die Polizei im Saarland

Carolin Dylla/Janek Böffel   06.08.2019 | 12:45 Uhr

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) weist die Kritik der Polizeigewerkschaften an der Personalsituation bei der saarländischen Polizei zurück. Im Sommergespräch sagte Bouillon, es sei nie so viel in die Polizei investiert worden wie in seiner Amtszeit.

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"Es wird nicht auf einen Schlag 100 neue Polizisten geben"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Siegfried Lambert/Janek Böffel, 06.08.2019, Länge: 03:45 Min.]
"Es wird nicht auf einen Schlag 100 neue Polizisten geben"
Kollegengespräch mit SR-Reporter Janek Böffel zum Sommergespräch mit Innenminister Klaus Bouillon.

Mit seiner Amtszeit habe sie angefangen, die Trendwende bei der Polizei, sagt Innenminister Klaus Bouillon. Er habe nur 270 Stellen abgebaut statt wie vorgegeben 300; außerdem 100 Tarifangestellte angeheuert und 30 Lebensarbeitszeitverlängerungen durchgesetzt, um diesen Abbau aufzufangen. Kostenpunkt allein beim Personal: 25 Millionen Euro. Zahlen, die für alle Kritiker nachzuprüfen seien, so Bouillon - und aus Sicht des Ministers ein Anlass, die Kirche im Dorf zu lassen.

Allerdings: Auch Bouillon weiß wohl, dass er mit Tarifangestellten, Minijobbern und späterem Ruhestand höchstens den Personalmangel verwaltet. Ihn umzudrehen liege aber nicht in seiner Hand, sagt der Innenminister. Stellen schaffen könne nur der Regierungschef.

Wohl auch deshalb ist Bouillon sichtlich zufrieden mit den versprochenen 100 neuen Stellen bei der Polizei in den kommenden drei Jahren, die Ministerpräsident Tobias Hans zugesagt hat. Die geschätzten 4,5 bis 5 Millionen Euro, die das kostet muss Bouillon allerdings aus in seinem eigenen Etat zusammenkratzen. Einen Plan dafür will er in den nächsten acht Tagen mit Finanzminister Peter Strobel erstellen.


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Ein Thema in der "Region am Mittag" am 06.08.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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