Monika Bachmann (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

In Zukunft nur noch per Überweisung

Thomas Gerber   28.11.2019 | 10:46 Uhr

Sozialministerin Monika Bachmann will den Vereinen Zuwendungen zur Förderung des Ehrenamts nicht mehr per Scheck, sondern per Überweisung zukommen lassen. Damit reagierte die CDU-Politikerin auf Kritik von Linken und SPD. Sie hatten Bachmann vorgeworfen, die Scheck-Übergaben für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen.

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Ehrenamts-Zuwendungen: In Zukunft nur noch per Überweisung
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 28.11.2019, Länge: 01:02 Min.]
Ehrenamts-Zuwendungen: In Zukunft nur noch per Überweisung

1164 Zuwendungen aus dem Ehrensamtstopf ihres Ministeriums hätten Vereine seit 2015 erhalten. Bei Beantragung und Bewilligung sei alles ordnungsgemäß gelaufen, verteidigt sich die Ministerin per Pressemitteilung.

In der Kritik: der Übergabemodus

Zwei Scheckübergaben für Vereine
Ärger um Schecks fürs Ehrenamt

Dass Vereine zu Unrecht Geld fürs Ehrenamt bekommen hätten, hat allerdings niemand der CDU-Politikerin vorgeworfen. Es ging vielmehr um den Modus der Übergabe - konkret um zwei 1000-Euro-Schecks, die der Merziger CDU Landtagsabgeordnete Frank Wagner jüngst an Vereine in seinem Wahlkreis überreicht hatte. Ein Vorgang, der stark an die knapp 100 LSVS-Schecks erinnerte, die fast ausschließlich CDU-Politiker vor der letzten Landtagswahl überreichen durften.

Dass auch die Wagnerschen Schecks zumindest das Geschmäckle „politische Landschaftspflege“ haben, will die gestandene Kommunal- und Landespolitikerin nicht erkannt haben. Aus Zeitgründen habe Parteifreund Wagner und nicht sie das Geld überbracht. Also keine Landschaftspflege, sagt Bachmann – die aber dennoch bei der Förderung des Ehrenamts von Scheck auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umstellen will.

Ein Thema in der Rundschau am 28.11.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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