US-Airbase Ramstein (Foto: dpa)

"Erhöhte Gefahr, dass wieder Atomwaffen kommen"

mit Informationen von Renate Wanninger   13.03.2019 | 12:16 Uhr

Sitzblockaden, Großdemonstrationen und Kundgebungen – in den 80iger Jahren haben sich viele Menschen gegen die atomare Rüstung gewehrt. Die Pershings und Missiles sind bis auf Ausnahmen in Büschel in der Eifel abgebaut worden – was die meisten von uns wohl beruhigt hat. Aber jetzt hat der amerikanische Präsident Trump den INF-Vertrag gekündigt und es wird befürchtet, dass wieder neue Atomwaffen der USA hier bei uns in Europa stationiert werden könnten – zum Beispiel in Ramstein.

In vielen Punkten fühlt sich Reiner Braun, Co-Präsident des internationelen Friedensbüros, an den Kalten Krieg erinnert. Zum Beispiel bei den Überlegungen atomare Raketen wieder in Europa zu stationieren: "Wenn ich die Indizien sehe, die offene Haltung der Verteidigungsministerin und die Äußerungen des Pentagons, dann droht zumindest eine erhöhte Gefahr, dass neue Atomwaffen stationiert werden", ist er überzeugt. Die Initiative "Entrüstet euch!", die Reiner Braun mit begründet hat, will dafür sensibilisieren und Aufmerksamkeit schaffen. Sie wendet sich aktuell an die Kommunen rund um Ramstein mit dem Aufruf sich jetzt gegen mögliche Pläne zu wehren.

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"Erhöhte Gefahr, dass wieder Atomwaffen kommen"
"Erhöhte Gefahr, dass wieder Atomwaffen kommen"
SR-Moderatorin Renate Wanninger hat mit Rainer Braun, dem Co-Präsidenten des Internationalen Friedensbüros gesprochen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 "Region am Mittag" am 13.03.19 berichtet.

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