Rainer Ulrich (Foto: SR)

Saarland will Insekten retten

Mit Informationen von Nadine Thielen   01.07.2019 | 16:39 Uhr

Weniger Licht, keine Pestizide, mehr Blüten- und Wildblumenwiesen – nur drei Maßnahmen, die sich ein neues Aktionsbündnis im Saarland auf die Fahnen geschrieben hat, um die Insekten zu retten. Mit dabei ist auch der Nabu Saarland, dessen Schmetterlings-Experte Rainer Ulrich die Auswirkungen moderner Landwirtschaft zuhause in Wiesbach selbst miterlebt.

Ulrich beklagt die Monokultur auf den Feldern in der Nähe seines Zuhauses. „Das ist eine Industriefläche, die von Bauern betrieben wird. Hier wird alles, was lebt, totgespritzt.“ Nur Getreide solle noch wachsen.

Saarland will Insekten retten
Audio [SR 3, Nadine Thielen, 01.07.2019, Länge: 03:06 Min.]
Saarland will Insekten retten

Der Artenrückgang sei verheerend, sagt Ulrich. Vor 50 Jahren habe es auf einer Wiese noch 100 Schmetterlinge gegeben, heute seien es nurmehr fünf.

In seinem eigenen Garten lässt er dafür die Natur durchkommen. Kniehohes Gras, verschiedene Blumen blühen wild. „Natur ist nicht ordentlich“, sagt Ulrich. „Natur ist wild und bunt.“ Diese Unordnung wünscht er sich für die Umwelt auch von der Politik – und mehr Gelassenheit. Aufklärung sei wichtig, „aber man könnte mit anderen Mitteln viel mehr erreichen“.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Region am Nachmittag vom 01.07.2019 berichtet.

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