Komplizierte Planung der Altersvorsorge (Foto: dpa-Bildfunk/Jörg Carstensen)

"Viele scheuen das Risiko"

SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer zu Aktien als Altersvorsorge

Studiogespräch: Michael Friemel/Karin Mayer   04.12.2018 | 09:03 Uhr

Das große Thema Altersvorsorge. Weil die Zinsen niedrig sind, bringen private Rentenverträge kaum noch Rendite. Warum also nicht Aktienanlage steuerlich fördern? Ein Vorschlag des CDU-Politikers und Kandidaten für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, der in den vergangenen Tagen viele Wellen geschlagen hat. Im Studiogespräch gibt Karin Mayer von der SR-Wirtschaftsredaktion eine Einschätzung.

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Umdenken bei der Altersvorsorge (Foto: dpa)
Audio [SR 3, Michael Friemel / Karin Mayer, 04.12.2018, Länge: 02:24 Min.]
Umdenken bei der Altersvorsorge (Foto: dpa)

Nur jeder Zehnte in Deutschland investiert in Aktien. Trotz Niedrigzins legen viele ihr Geld lieber weiter aufs Sparbuch - aus Angst vor dem Risiko. Die Verbraucherzentrale des Saarlandes sagt: Aktien für die Altersvorsorge sind sinnvoll, allerdings sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Ein einheitlicher staatlicher Vorsorgefonds für alle

Für Deutsche nicht die erste Wahl: Altersvorsorge mit Aktione (Foto: pixabay / PIX1861)
Audio [SR 3, Karin Mayer, 04.12.2018, Länge: 01:13 Min.]
Für Deutsche nicht die erste Wahl: Altersvorsorge mit Aktione (Foto: pixabay / PIX1861)

Wichtig ist: Die Aktien müssen professionell ausgewählt und betreut werden. Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes plädiert deshalb dafür, "einen so genannten Vorsorgefonds einzuführen, der zum Selbstkostenpreis die Möglichkeit gibt, auch in Aktienmärkte zu investieren." Dies wäre eine sehr sinnvolle Sache. Vorbild für dieses Modell ist die Altersvorsorge in Schweden. Dort zahlen die Bürger freiwillig in einen staatlichen Aktienfonds ein.

Wichtig sei bei dem Modell aber: Der Fonds dürfe nur den Interessen der Anleger verpflichtet sein, so Beutler.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" am 04.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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