Das Amazon-Verteilzentrum in Völklingen (Foto: SR)

Kritik an Arbeitsbedingungen bei Amazon-Subunternehmen

Karin Mayer / Onlinefassung: Sandra Schick   03.09.2021 | 16:27 Uhr

Seit Oktober 2020 sind im Amazon-Verteilzentrum Völklingen über 200 Jobs entstanden. Viele davon bei Subunternehmern. Die Beratungsstelle für Wanderarbeiter der Arbeitskammer sieht das kritisch. Sie versucht, mit Flyern die Arbeiter über ihre Rechte aufzuklären.

Nicht erst seit Corona ist der Weltkonzern Amazon auf Erfolgskurs. Wer online bestellt, bekommt die Lieferung innerhalb kürzester Zeit nach Hause. Dafür sorgen immer mehr Beschäftigte in Logistik- und Verteilzentren. Auch in Völklingen. Viele von ihnen sind nicht direkt bei Amazon beschäftigt, sondern bei Subunternehmern.

Video [aktueller bericht, 03.09.2021, Länge: 3:24 Min.]
Aktion der Arbeitskammer gegen Niedriglöhne bei Amazon

Heiner Weber von der Beratungsstelle für Wanderarbeiter der Arbeitskammer sagte dem SR, die Fahrer würden pro Schicht bezahlt, müssten aber alle Pakete zustellen. Dadurch werde teilweise der Mindestlohn nicht eingehalten. Der Arbeitskammer liegt zudem ein Arbeitsvertrag vor, nachdem die Fahrer für Schäden an den Fahrzeugen aufkommen müssen. Das sei skandalös, so Weber.

Amazon gibt sich zugeknöpft

Ein Amazon-Sprecher teilt mit, dass die Subunternehmer gut bezahlt würden. Amazon empfehle einen Einstiegslohn von zwölf Euro. Ein Statement des Standortleiters vor Ort lehnte das Unternehmen aber ab.

Amazon in der Kritik: Wanderarbeiter-Beratungsstelle informiert Mitarbeiter
Audio [SR 3, Karin Mayer, 03.09.2021, Länge: 03:08 Min.]
Amazon in der Kritik: Wanderarbeiter-Beratungsstelle informiert Mitarbeiter

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 03.09.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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