Auszug einer Betriebsrente (Foto: SR)

Das ändert sich 2020 für Arbeitnehmer und Rentner

Sarah Sassou   18.12.2019 | 06:56 Uhr

Das Jahr 2020 läuft langsam an - und es gibt wieder einige Neuerungen für Deutschlands Bürger. SR-Reporterin Sarah Sassou fasst zusammen, was sich für die Arbeitnehmer und Rentner zum Jahreswechsel geändert hat.

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Das ändert sich 2020 für Arbeitnehmer und Rentner
[SR 3, Sarah Sassou, 04.01.2020, Länge: 02:40 Min.]
Das ändert sich 2020 für Arbeitnehmer und Rentner

Mindestlohn und Leiharbeit

Gute Nachrichten für Arbeitnehmer, die nach Mindestlohn bezahlt werden. Immerhin 9,35 Euro gibt es ab sofort pro Stunde. Auch sogenannte Wanderarbeiter gehören oft zu dieser Lohngruppe. Für sie hat sich jetzt auch einiges verändert - zum besseren. Da sind sich Gesetzgeber und Gewerkschaften einig. Erntehelfer zum Beispiel müssen während ihres Arbeitseinsatzes in Deutschland so bezahlt werden wie einheimische Beschäftigte der Firma. Das gilt natürlich auch für Pflegekräfte zum Beispiel aus Polen oder Rumänien, die Patienten in deren deutschem Zuhause betreuen. Aber es gilt natürlich auch in die andere Richtung, beispielsweise für Grenzgänger, die in Luxemburg oder Frankreich arbeiten.

Wer dienstlich viel unterwegs ist, das bedeutet länger als acht Stunden, der hat Anspruch auf eine Verpflegungspauschale von 14 Euro. Das sind immerhin zwei Euro mehr als vorher. Wer einen kompletten Tag für den Arbeitgeber unterwegs ist, bekommt dafür 28 Euro.

Mehr Geld für Azubis

Und auch für den ein oder anderen Auszubildenden ändert sich etwas. Wer dieses Jahr eine Lehre anfängt, der bekommt mindestens 515 Euro im ersten Jahr, dann gibt es mit jedem Ausbildungsjahr eine "Gehaltserhöhung" - die Vergütung steigert sich bis zu 40 Prozent im vierten Jahr. Damit, so der Gesetzgeber, soll das duale System aus betrieblicher und schulischer Ausbildung für den Nachwuchs wieder attrativer werden.

Eine Pflegerin zieht einem Bewohner der Einrichtung einen Schuh an (Foto: SR Fernsehen)

Attraktiver sollen auch die Pflegeberufe werden. Ab diesem Jahr wird es für alle Auszubildenden zunächst zwei Jahre eine gemeinsame Ausbildung geben. Dann kann man sich im dritten Jahr entscheiden, ob man den Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche, alte Menschen oder auf die allgemeine Gesundheitspflege legen möchte.

Für Rentner wird es spannend

Und was ist mit den Älteren, den Rentern? Auch für sie gibt es dieses Jahr Neuerungen. Wer zum 1. Januar 2020 ohne Abzüge in Rente wollte, muss vor dem 2. April 1954 geboren sein. Wer den Antrag noch nicht gestellt hat, muss sich keine Sorgen machen, man kann ihn auch noch rückwirkend bis Ende März stellen.

Ältere Person geht mit einem Rollator spazieren (Foto: pixabay/cocoparisienne)

Und wer schon im Ruhestand ist, der profitiert möglicherweise von einem höheren Freibetrag bei Betriebsrenten: Er steigt um 3,50 Euro, also auf 159,75 Euro. Wer über diesem Betrag liegt, der muss Krankenkassenbeiträge zahlen. Nicht auf die komplette Betriebsrente wie vorher, sondern der Freibetrag wird abgezogen.

Aber für Rentner ist die Jahresmitte viel spannender als der Jahresbeginn: Dann wird der Gesetzentwurf zur Grundrente erwartet und es entscheidet sich außerdem, um wie viel die Renten ab dem 1. Juli angehoben werden.


Auch ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 04.01.2020.

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