Schülerinnen und Schüler auf der „Fridays for future“-Demo in Saarbrücken (Foto: Elisa Maria Teichmann/SR)

Mehr Hilfe vom Land

Uli Hauck   12.06.2019 | 16:05 Uhr

Die Landesregierung will mehr für den Klimaschutz tun und will deshalb die finanziellen Fördermöglichkeiten für die Städte und Gemeinden verbessern. Denn Geld ist für energetische Sanierung oder für neue stromsparende LED-Straßenlaternen vorhanden, es wird aber offenbar von den Gemeinden nicht ausreichend abgerufen.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger will die Fördermöglichkeiten für Kommunen in Sachen Klimaschutz verbessern. Sie stellte dabei verschiedene Fördersysteme vor.

Im Topf von ZEP stecken 22 Millionen Euro für die Periode zwischen 2014 und 2020. Eine Hilfe zur energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden und für den Austausch der Straßenbeleuchtung durch LED-Lampen. Abgerufen wurden bislang lediglich 9,3 Millionen. Ein Grund: Die Gemeinden konnten die Co-Finanzierung bislang oft nicht stemmen.

Klimaschutz: Mehr Hilfe vom Land
Audio [SR 3, (c) SR Uli Hauck , 12.06.2019, Länge: 02:20 Min.]
Klimaschutz: Mehr Hilfe vom Land

Mit dem Projekt EMOP wollte das Land bislang die Infrastruktur für E-Bikes verbessern. Gut eine Million wurde für Ladestationen und 31 Fahrrad-Abstellplätze bislang genehmigt. Da das Saarland aber beim „Alltagsradverkehr“ bundesweites Schlusslicht ist, will Rehlinger, dass auch Geld in den Radwege-Bau fließt. Problem auch hier: Es gibt keine fertige Planung!

Weitere 750 000 Euro sind für das neue Förderprogramm EVO eingeplant. Gemeinden, aber auch Privatunternehmen können Anträge stellen, wenn sie beispielsweise ihre Produktionsprozesse energiesparend umwandeln wollen.

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