Klassenzimmer (Foto: SR)

Eltern vermissen langfristige Strategie des Landes

Patrick Wiermer   03.02.2021 | 16:16 Uhr

Die Eltern saarländischer Schüler haben Post aus dem Bildungsministerium erhalten. Darin gibt es Vorschläge wie die Leistungen in der Schule künftig bewertet werden sollen. Die Landeselternvertretung Gymnasien begrüßt das Schreiben, kritisiert aber das Fehlen einer langfristigen Strategie.

Eltern vermissen langfristige Strategie
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 03.02.2021, Länge: 03:10 Min.]
Eltern vermissen langfristige Strategie

In dem Elternbrief dankt das Bildungsministerium den Eltern ausdrücklich für ihren wertvollen Beitrag. Denn es ist klar, dass es auch in den kommenden Monaten noch wesentlich auf die Eltern ankommt. Unklar bleibt hingegen, wann es mit dem Präsenzunterricht weitergeht. Es gibt jedoch erste Pläne für die Rückkehr in die Klassen.

Laut dem Schreiben soll die Leistungsbewertung nicht im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet, es darf die Mindestanzahl der kleinen und großen Leistungsnachweise unterschritten werden. Es gehe zunächst um das Zitat "sozial-emotionale Ankommen". Gleichzeitig sollen im kommenden Schuljahr aber auch Lerndefizite ausgeglichen werden. Es werde genug Zeit eingeplant, um Lerngegenstände zu vertiefen und zu wiederholen, heißt es. Genau das sieht die Landeselternvertretung Gymnasien kritisch. Es sei unklar, wie dies im Unterrichtsalltag funktioniere. Die Vorsitzende Katja Oltmanns wiederholte daher den Vorschlag, allen Schülern das verlorene Schuljahr zurückzugeben und die Schulzeit zu verlängern.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 03.02.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja