Reduzierung des Fluglärms im Saarland gefordert (Foto: SR)

45.000 Beschwerden wegen Fluglärm im Nordsaarland

Renate Wanninger   30.01.2021 | 12:15 Uhr

Bei der Bürgerinitiative gegen militärischen Fluglärm und auch beim SR sind erneut Beschwerden über militärischen Fluglärm eingegangen. Dabei habe es Versprechungen gegeben, den Flugverkehr zu entzerren. Nach Auskunft der Bürgerinitiative liegen seit Januar vergangenen Jahres rund 45.000 Beschwerden vor.  

45.000 Beschwerden wegen Fluglärm im Nordsaarland
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 30.01.2021, Länge: 03:01 Min.]
45.000 Beschwerden wegen Fluglärm im Nordsaarland

Viele Saarländerinnen und Saarländer vor allem im Nordsaarland fühlen sich von dem Dröhnen der Militärmaschinen belästigt. Seit Anfang des Jahres würden wieder vermehrt Militär-Flüge stattfinden, hieß es in Beschwerdebriefen an den SR. Und das teilweise bis 21 Uhr abends. Dabei habe man den Bürgern doch zugesagt, die Flüge in den Abendstunden zu reduzieren.

Auf Anfrage beim Innenministerium hieß es dazu, dass keine Erkenntnisse über ein gesteigertes Aufkommen von militärischen Übungsflügen vorlägen. Im vergangenen Jahr seien wegen der Covid-19-Pandemie sogar weniger Flugübungen durchgeführt worden.

Die Bürgerinitiative teilte mit, dass tatsächlich ein Rückgang der Flugstunden im vergangenen Jahr um neun Prozent festzustellen sei. Aber belgische Kampfjets würden vermehrt in den Abendstunden fliegen, wodurch sich die Bürger sich mehr belästigt fühlten. Die Belgier nutzten seit Mitte Januar von Montag bis Donnerstag täglich den Luftraum über dem Saarland. Deshalb fordere man eine grundsätzliche Begrenzung der Betriebszeiten des Luftraums.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 30.01.2021 berichtet.

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