Arzt im Gespräch mit einem Patienten (Foto: dpa)

Onkolotsen helfen Krebspatienten

Steffani Balle   02.12.2019 | 13:18 Uhr

Obwohl viele Menschen unter der Diagnose Krebs leiden, fühlen sich viele zu wenig informiert und müssen lange nach Hilfe suchen. Das Projekt "PIKKO“ im Saarland versucht das zu ändern. Seit einem Jahr helfen sogenannte Onkolotsen inzwischen Krebspatienten und ihren Angehörigen.

Direkt nach der Diagnose Krebs beginnt die Arbeit der Onkolotsen. Die nehmen sich des Patienten an, der nach der Schockdiagnose häufig nicht nur niedergeschmettert, sondern auch ratlos da steht. Der Onkolotse gibt Hilfen an die Hand und führt den Patienten durch den Dschungel an Anträgen und Formularen, die erschwerend aber zwangsläufig auf Krebspatienten zu kommen.

Audio

Hilfe für Krebspatienten
Audio [SR 3, Steffani Balle, 02.12.2019, Länge: 03:57 Min.]
Hilfe für Krebspatienten

Gesprächsangebote und Seminare

Außerdem beinhaltet "PIKKO" eine individualisierte Gesundheitsapp, anhand der sich der Patient gezielt auf Arztgespräche vorbereiten kann, seine Therapie verfolgt und Rückmeldung zum aktuellen Befinden geben kann. Unterstützt wird "PIKKO" von der saarländischen Krebsgesellschaft, die an fünf Beratungsstützpunkten psychologisch geschultes Personal zu Gesprächen bereithält, sowie Gesundheitskurse und Seminare anbietet.

"PIKKO" ist als Projekt vom Innovationsfonds der Bundesregierung mit 3,6 Millionen Euro gefördert worden. Teile des Programms sollen nach der Projektphase in die Regelversorgung übernommen werden. Wie genau das aussehen wird, daran arbeitet CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn aber noch.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-"Region am Mittag" vom 02.12.2019 berichtet.

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