Mahnmal für Zwangsarbeiter in der Völklinger Hütte (Foto: SR / Sally Charell Delin)

Wie sich das Weltkulturerbe seiner Zwangsarbeiter-Vergangenheit stellt

mit Informationen von Barbara Grach und Sally Delin   21.11.2018 | 13:00 Uhr

Welche Rolle haben die Röchlings, die Völklinger Hütte in der Zeit des Nationalsozialismus gespielt? Lange hat sich das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit dieser Frage schwer getan und wurde dafür auch heftig kritisiert. Klar ist: etwas mehr als 12.000 Menschen waren als Zwangsarbeiter dort beschäftigt. Nun stellt sich das Weltkulturerbe dieser Verantwortung.

Vor wenigen Wochen wurde eine Installation des berühmten Gedenk-Künstlers Christian Boltanski der Öffentlichkeit übergeben und die Historikerin Inge Plettenberg hat ein umfangreiches Buch zur Zwangsarbeit in der Völklinger Hütte verfasst.

Nach Angaben der Weltkulturerbestätte in Völklingen waren insgesamt 12.393 Männer, Frauen und Kinder aus zwanzig Ländern im Zweiten Weltkrieg in der Hütte als Zwangsarbeiter registriert. 261 von ihnen seien gestorben, darunter 60 Kinder. Das Kunstwerk in der Sinteranlage soll die Erinnerung an diese Menschen wachhalten und erlebbar machen.

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Wie sich das Weltkulturerbe seiner Vergangenheit stellt
Wie sich das Weltkulturerbe seiner Vergangenheit stellt
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte stellt sich seiner Zangsarbeiter-Vergangenheit und SR-Reporterin Barbara Grech weiß wie.

Über dieses Thema wurde auch in der Region am Mittag am 21.11.18 berichtet.

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