Workshop der Saarländischen Krebsgesellschaft "Zurück ins Leben" (Foto: Steffani Balle/SR)

"Zurück ins Leben"-Projekt der Saarländischen Krebsgesellschaft

Rebecca Lambert mit Informationen von Steffani Balle   26.09.2023 | 10:45 Uhr

"Zurück ins Leben" - so heißt ein Projekt der Saarländischen Krebsgesellschaft. Es richtet sich an alle, die auch Jahre nach der akuten Krebs-Erkrankung noch mit deren Folgen kämpfen.

Nicht nur in der Akutphase der Krebs-Erkrankung leiden Betroffene. Auch bis zu zehn Jahre danach haben einige mit den Folgen der Krankheit zu kämpfen.

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"Zurück ins Leben"-Projekt der Saarländischen Krebsgesellschaft
Audio [SR 3, Steffani Balle, 26.09.2022, Länge: 05:18 Min.]
"Zurück ins Leben"-Projekt der Saarländischen Krebsgesellschaft

Auch wenn die Krankheit aus medizinischer Sicht überwunden ist, haben laut Steffen Wagner, dem Vorsitzenden der Saarländischen Krebsgesellschaft, circa 80 Prozent der Betroffenen auch fünf Jahre nach ihrer Krebserkrankung beeinträchtigende Probleme. Nach zehn Jahren seien es noch 70 Prozent. Es handele sich dabei um medizinische, psychologische und soziale Probleme. Und diese Betroffenen fielen oft durch das Versorgungsnetz.

Spätfolgen der Krebs-Erkrankung

Zu den körperlichen Beschwerden zählten beispielsweise Schmerzen im Nervenbereich, auch Taubheit und Muskelschwäche. Letztere seien oft Folgen der Chemo-Therapie. Aber auch eine chronische Müdigkeit durch Schlafstörungen gehörten zu den Problemen, so Wagner. Dazu kommen: Depressionen oder Ängste - zum Beispiel die Sorge, wie man in Zukunft zurechtkommen und die Familie ernähren soll.

Was macht das Projekt "Zurück ins Leben"?

Um diesen Menschen eine Perspektive zu bieten und sie mit ihren Bedürfnissen nicht alleine zu lassen, hat die Saarländische Krebsgesellschaft das Projekt "Zurück ins Leben" im Oktober 2021 begonnen. Man wolle den Betroffenen helfen, neben der ärztlichen Versorgung wieder ins Leben zurück zu finden und Lebensqualität zu erlangen, so Wagner.

Kostenfreies Angebot

Im Angebot sind Seminare, Workshops und Vorträge. Außerdem wolle das Projekt Betroffenen helfen, wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen zu können.

Außerdem gibt es Kurse, die gezielt bei körperlichen Beschwerden helfen sollen - zum Beispiel der Tagesworkshop "Poly-Neuropathien". Hier versucht man gezielt, auf die körperlichen Nachwirkungen der Chemo-Therapie einzugehen. Die Nerven werden angeregt.

Weitere Informationen unter:
www.krebsgesellschaft-saar.de

Ein Thema in den "bunten Funkminuten" am 26.09.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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