Es war ein gutes Jahr für den Neunkircher Zoo

Lena Schmidtke   11.01.2022 | 11:00 Uhr

Das vergangene Jahr war für den Neunkirchen Zoo summa summarum ein gutes Jahr. Es gab mehr Besucher als vor Corona, es gab ganz besonderen Nachwuchs und es gab einige wichtige bauliche Veränderungen. Aber auch einige Abschiede bescherte das Jahr dem Zoo.

Zoo Neunkirchen - Rückblick und Ausblick
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 11.01.2022, Länge: 03:42 Min.]
Zoo Neunkirchen - Rückblick und Ausblick

Zwei Yak-Kälbchen haben das Licht der Welt erblickt. Auch bei den Jungfernkranichen gab es Nachwuchs. Sie haben zum ersten Mal ein Küken ausgebrütet. Doch die eigentliche Sensation gab es bei den Orang-Utans. „Zwei Orang-Utan-Babys in einem Jahr, das hat es auch noch nicht gegeben", sagt Zoodirektor Norbert Fritsch.

Aber nicht nur beim Nachwuchs war das vergangene Jahr ein gutes Jahr. 187.000 Besucher gab es im Zoo - etwas mehr als vor Corona. „Der Mangel an Alternativen in der Coronazeit, der hat viele Leute den Zoo wieder entdecken lassen", freut sich Direktor Fritsch.

Bauliche Veränderungen

Eingang zum Neunkircher Zoo (Foto: Zoo Neunkirchen/Katharina Kronauer)

Und auch baulich hat sich im Zoo einiges getan. Der Eingangsbereich wurde umgestaltet. Nun liege alles beisammen: Eingang, Ausgang, Kassen, Shop, Toiletten, so Fritsch. Hinzu kamen Baumaßnahmen bei den Tiergehegen. „Im letzten Jahr haben wir das Schildkrötenhaus fertig bekommen mit Außengehege und einem Tunnel, durch den die Erdmännchen rüber sausen können ins Nachbargehege. Für die hat sich das Gehege jetzt verdoppelt.“

Drei Persönlichkeiten sind gestoben

Doch es gab auch Trauriges im vergangenen Jahr. Elefantendame Kristy ist gestorben. Ebenso Giraffenbulle Gerry. Und Braunbär Lars musste eingeschläfert werden. "Drei Tiere, die hier echte Persönlichkeiten im Zoo waren“, sagt Fritsch.

Zuwachs in 2022

Für den verstorbenen Gerry soll nun eine neue Giraffe in den Zoo kommen und zwar schon in den nächsten Wochen. Der Transport sei schon organisiert. "Und dann ist die Stimmung im Giraffenhaus auch wieder besser."

Die beiden Löwen-Männchen, die eigentlich nur übergangsweise in Neunkirchen bleiben sollten, haben hier nur ihr dauerhaftes Zuhause gefunden. Es sind mächtige Tiere mit dicker Mähne und inzwischen 250 Kilogramm Körpergewicht. "Die stellen sich auf den Felsen und brüllen dann wie in König der Löwen. In Neunkirchen weiß jetzt jeder wieder, wie sich Löwengebrüll anhört", so Fritsch.

Weitere Pläne

Im alten Seehundbecken, das schon länger leer steht, soll in diesem Jahr eine Pinguinkolonie einziehen. Dazu müssen aber erst einige Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. Und apropos Umbau. Auch das Paviangehege wird umgebaut und dabei wird auch das Innengehege erweitert. Im Mai soll es damit losgehen.


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