Wohnwagen (Foto: SR)

Camping und Wohnmobile werden immer beliebter

mit Informationen von Kerstin Gallmeyer   27.08.2021 | 08:29 Uhr

Naaa, wie haben Sie Ihren Urlaub dieses Jahr verbracht? Womöglich auf einem oder mehreren Campingplätzen? Dann waren Sie auf jeden Fall nicht allein. Denn Camping mit dem Wohnwagen oder mit einem Wohnmobil ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Auch durch Corona. Wir haben Saarländer getroffen, die das Reisen mit dem Wohnmobil nicht mehr missen wollen.

Campingboom - Auch im Saarland
Audio [SR 3, (c) SR/Kerstin Gallmeyer, 27.08.2021, Länge: 05:00 Min.]
Campingboom - Auch im Saarland
Was eigentlich den Reiz des Campens ausmacht, wollte SR-Reporterin Kerstin Gallmeyer wissen und hat unter anderem einen Saarländer getroffen, der das Reisen mit dem Wohnmobil ganz neu für sich entdeckt hat.

Sich einfach ins Auto zu setzen, loszufahren und bleiben, wo man möchte und so lange, wie man möchte, das wollte Pasquale d’Angiolillo eigentlich schon immer mal machen, nur hat sichs nie ergeben. Doch dann kam Corona und damit das Campen ins Spiel - als die perfekte Möglichkeit in den Urlaub zu fahren. Aber auch nicht ganz ohne Tücken: "Ich bin in einer Zeit gefahren, da waren ja Hotels zu. Man musste ständig aufpassen, dass man die Corona-Regeln einhält. Ich bin ja durch mehrere Bundesländer. Es war nicht so ganz einfach, weil manchmal die Regeln sich so schnell verändert hatten, das war ein bisschen das Problem. Da musste man manchmal schon ein bisschen aufpassen. Aber es hat tierisch Spaß gemacht", erzählt er von seiner ersten Tour.

Das schönste am Campen, meint er ist, dass man nicht viel braucht: "Seit Corona bin ich am Zurückschrauben an allem, was ich so habe. Und es tut gut. Es tut mir gut, es tut meiner Seele gut, habe ich den Eindruck. Und ich brauch echt nicht viel. Ich brauch ein Bett, ich brauch ein bisschen Wasser, zwei Hosen, drei T-Shirts, drei Unterhosen – das war’s und es geht!"

Spontan entscheiden wo es hingeht

Dazu kommt die Freiheit auch spontan zu entscheiden, wo genau es überhaupt hingeht, sagt Pasquale D'Angiolillo: "Ab dem Moment, wo Du Dich da reinsetzt, sagst du okay, ich fahr Richtung Frankreich. Und dann denkste, nee, ich fahr doch nach Italien. Und genauso mach ich das auch. Also es wird immer noch ein Grobziel gesteckt. Aber das muss auch nicht sein, dass es so grob bleibt, dass es vielleicht ganz was anderes ist. Und in eine ganz andere Richtung dann geht."

Während das Unterwegs sein mit dem Camper für Pasquale d’Angiolillo dieses Jahr Premiere war, ist die Saarbrückerin Bärbel Merkle was das angeht längst ein alter Hase. Zum Auftakt ihres Ruhestands vor gut zehn Jahren starteten sie und ihr Mann das erste mal mit einem Campingwagen in den Urlaub. Und da ging’s gleich auf eine richtig abenteuerliche Reise, erzählt sie: "Unsere Erste Tour war die Umrundung der Ostsee, da waren wir ziemlich lang unterwegs und das war ne ganz tolle Reise. Damals noch mit einem geliehenen Wohnmobil." Weil die Leidenschaft dann so groß war, kam vor ein paar Jahren dann das eigene. Ein roter Kastenwagen, mit allem, was man so braucht auf knappen sechs Metern: Ein Bett, ein kleines Bad mit Toilette, Küche mit Kühlschrank, Herd plus Tisch und genug Stauraum. Mittlerweile machen Bärbel Merkel und ihr Mann zwei größere Touren im Jahr mit ihrem roten Wohnmobil. Dieses Jahr ging’s nach Italien. Und das nächste Ziel steht für Bärbel Merkle und ihren Mann auch schon fest: Kommendes Jahr soll es mit dem Camper wieder in den Süden gehen: An die Atlantikküste von Spanien runter bis nach Portugal.

Über dieses Thema wurde auch in "Guten morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 27.08.21 berichtet.

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