Tiger in der Auffangstation (Foto: dpa)

"Tierart" - eine Auffangstation für wilde Tiere

Lena Schmidtke   29.10.2019 | 09:45 Uhr

Die Tier- und Artenschutzstation „Tierart“ in Maßweiler, zwischen Zweibrücken und Pirmasens, päppelt Wildtiere wieder auf und bietet misshandelten Tieren von Ziegen und Schafen über Waschbären und Füchsen, bis hin zu Pumas und Tigern Unteschlupf. Zwei der Tiger haben die Station nun verlassen und sind in ihr neues Refugium in Südafrika gereist.

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Zwei Tiger reisen nach Südafrika
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 29.10.2019, Länge: 02:12 Min.]
Zwei Tiger reisen nach Südafrika
SR-Reporterin Lena Schmidtke war bei den Reisevorbereitungen dabei.

Die Tierauffangstation in Maßweiler hat zwei Tiger weniger: Bela und Sharuk sind seit Ende Oktober in Südafrika. Zwei andere Tiger bleiben im Park - gemeinsam mit Puma, Waschbären, Füchse, Schafen, Ziege und Co. Die Auffangstation kümmert sich um ausgesetzte Tiere, Tiere aus schlechter Haltung – etwa aus Zirkussen – verwaiste oder verletzte Tiere. Ein Team aus zehn Pflegern und einige zusätzliche Helfer kümmern sich um sie und bieten ihnen das für sie bestmögliche Leben.

Waschbär in der Aauffangstation in Maßweiler (Foto: Bogdan Baraghin)

So zum Beispiel Waschbär Dreibein. Er war in eine Schlagfalle geraten und hat dadurch ein Bein verloren. In der Tierauffangstation in Maßweiler wurde er wieder aufgepäppelt und ist mittlerweile wieder munter unterwegs.

Die Großkatzenauffangstation in Maßweiler (Foto: Bogdan Baraghin)

Auffangstation und Gnadenhof

Gemeinsam mit rund 100 anderen Tieren lebt Dreibein nun auf dem 14 Hektar großen ehemaligen Militärgelände. "Wenn die Tiere kommen, dann ist unser Ziel, dass sie wieder fit werden und raus in die Wildnis kommen. Und auf der anderen Seite – ich benutz das Wort nicht gerne – sind wird eben auch Gnadenhof für Exoten und für Nutztiere", sagt Tierpfleger Tim Zeller. Ausgewildert werden können nur gesunde, einheimische Tiere.

Tiere wie Waschbär Dreibein oder Tiere, die zu sehr an den Menschen gewöhnt sind, bleiben in der Auffangstation. So zum Beispiel Fuchs Frodo. Er stammt vermutlich aus einer Privathaltung und sei dann wohl ausgesetzt worden als er in die Puberät kam und mit dem Markieren begonnen habe, sagt Zeller. Man habe ihn auf einer Straße gefunden. Auch wenn Frodo nicht mehr zurück in den Wald kann, so hat er doch jetzt zumindest ein artgerechtes Zuhause.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 29.10.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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