Wespen (Foto: pixabay)

Was hilft am besten gegen Wespen?

Marc-André Kruppa   26.07.2022 | 09:30 Uhr

Es ist Sommer und überall im Garten summt es. Darunter sind mitunter aber auch richtige Plagegeister. Man sitzt gemütlich draußen beim Essen und plötzlich, wie aus dem Nichts, sind sie da, die Wespen.

Die bekanntesten Gäste auf den meisten Grillfesten? Wespen. Und niemand hat sie eingeladen. Aber so aggressiv, wie sie unser Essen umschwärmen, sind sie eigentlich gar nicht.

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Tipps gegen Wespen
Audio [SR 3, Marc-André Kruppa, 26.07.2022, Länge: 04:18 Min.]
Tipps gegen Wespen

Manchmal kommt es einem so vor, als ob Wespen keinen Unterschied zwischen den Nahrungsmitteln machen. Weder der Grillteller noch der Kuchen scheinen vor ihnen sicher. Dabei haben Wespen - je nach Alter - andere Bedürfnisse an die Nahrung und dadurch auch andere Vorlieben. Die erwachsenen Wespen bevorzugen eher Süßes, während die Jungwespen das Eiweiß von Larven, Mücken oder eben Fleisch benötigen.

Wespen aus der Nähe

Wespenexpertin Wega Kling hat einen Schwarm Wespen im Garten. Sie weiß: Man kann Wespen sogar aus der Nähe beobachten, wenn man sich ruhig verhält und am besten keine Düfte wie Parfüms trägt. Welche Art von Parfüm spiele dabei keine Rolle, sagt sie. In Deutschland gibt es vor allem zwei Arten von Wespen: die deutsche Wespe und die gemeine Wespe. Beide seien harmlos, aber penetrant, so Kling.

Ablenkung sorgt für Ruhe

Wespen würden durch verschiedene Gerüche angelockt und bräuchten dringend Nahrung, so Kling. Da zurzeit die Versorgung der Brut anstehe, sollte man Wespen am besten weglocken. So kann man Grillreste an die Seite stellen oder eben Süßes. Außerdem hilft bei der momentanen Trockenheit auch ein Schälchen Wasser.

Vorsichtig vertreiben

Ansonsten verscheuchen auch Duftstoffe und Öle die Insekten. Vor allem Duftnelken, Nelkenöl und Teebaumöl halten Wespen auf Abstand. Auf farbenfrohe Kleidung braucht man hingegen nicht zu verzichten. Im Gegensatz zu Bienen werden Wespen nämlich nicht von bunten Farben angezogen, da sie keinen Nektar sammeln.

Eine neue Bleibe für Wespen?

Töten sollte man Wespen nicht. Die stehen nämlich unter Artenschutz. Wenn man jedoch ein Wespennest im Garten oder auf dem Balkon hat, sollte man sich an den NABU wenden. Bei entsprechender Begründung werden die Wespen von Experten dann umgesiedelt.

Oder vielleicht doch nette Mitbewohner?

Natürlich kann man die Wespen auch einfach als Mitbewohner im Garten akzeptieren. Schließlich fressen sie die ebenso nervigen Mücken und andere Schädlinge.

Weitere Hinweise zum Umgang mit Wespe und Co

Richtiger Umgang mit geschützten Tierarten
Was bei einem Wespen- oder Hornissennest im Garten zu tun ist

Ein Beitrag aus der Sendung "Bunte Funkminuten" vom 26.07.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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