Ein krähender Hahn (Foto: Pixabay)

Wenn der Hahn kräht: Kulturerbe oder Ruhestörung?

Eva Lippold   15.06.2019 | 07:30 Uhr

Für die einen klingt es wie Musik, für die anderen ist es einfach nur nervtötend: das Krähen von Hähnen, das Blöken von Schafen oder das Muhen von Kühen. Im öfter gibt es Beschwerden über den "Lärm" der Tiere auf dem Land. Ein Bürgermeister aus Südfrankreich setzt sich nun für den Erhalt dieser Geräuschskulisse ein - als "Nationales Kulturerbe".

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Wenn der Hahn kräht: Landkultur oder Ruhestörung?
Audio [SR 3, Eva Lippold, 15.06.2019, Länge: 02:46 Min.]
Wenn der Hahn kräht: Landkultur oder Ruhestörung?

Hahnenschrei, Schafsblöken und das Muhen von Kühen sollen nationales Kulturerbe werden? Das fordert zumindest Bruno Dionis du Séjour, Bürgermeister des 400-Seelen-Dorfes Gajac im Südwesten Frankreichs. Er will damit den weit verbreiteten Klagen über zu viel "Lärm auf dem Lande" die Grundlage nehmen.

Nach Einschätzung von Dionis du Séjour zögen immer mehr Menschen vor Gericht, weil sie sich durch ländliche Geräusche gestört fühlten. In einer Gemeinde in der Nähe von Gajac hätten zum Beispiel Bewohner einen Nachbarn verklagt, dessen Hahn "Maurice" in den frühen Morgenstunden laut kräht.

SR-Reporterin Eva Lippold hat sich deshalb dies- und jenseits der Grenze mal umgehört, wie es die Anwohner mit den Tierlauten halten und hat dabei auch so manchen Freund des Hahnengesangs entdeckt.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" vom 15.06.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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