Foto: pixabay / rnoid

Deutlich weniger Fledermäuse

Autor: Julia Becker / Onlinefassung: Andree Werner   15.01.2019 | 11:02 Uhr

Im Saarland gibt es deutlich weniger Fledermäuse. Die Fledermausexpertin des Nabu Saarland, Dr. Christine Harbusch, bezeichnet den Rückgang der Fledermäuse mittlerweile als „dramatisch“. Aber es gibt auch Möglichkeiten etwas dagegen zu tun.

Zählungen und Untersuchungen mit Ultraschalldetektoren zeigen: Insbesondere die Kolonien der "Mausohren" und einiger Waldfledermausarten seien in letzter Zeit zurückgegangen, so Dr. Harbusch. Gründe dafür seien unter anderem Windkraftanlagen und der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft. Auch fänden die Fledermäuse immer weniger Insekten als Nahrungsquelle.

Im Saarland sind nach Angaben des Nabu insgesamt 19 Fledermausarten heimisch. Und um diese könne und müsse man sich weiter kümmern.

Der NABU Saarland und das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr starteten bereits Ende August 2011 die Aktion „Fledermaus freundliches Saarland“. Ziel ist der Schutz von Fledermausquartieren, die beim Erhalt der häufig stark bedrohten Arten eine wichtige Rolle spielen. Aktuell richtet sich die Aktion vor allem gegen die Zerstörung von Quartieren in Städten und Dörfern. Denn viele Fledermausarten wohnen als Kulturfolger unter unseren Dächern, hinter Wetterwänden oder in Kirchen und Kellern. Und genau hier kann fast jeder den kleinen Flattermännern helfen.

Audio

"Eigentlich kann man mit Fledermäusen gut leben!"
Audio [SR 3, (c) SR 3 Julia Becker, 15.01.2019, Länge: 05:02 Min.]
"Eigentlich kann man mit Fledermäusen gut leben!"
Auch im Saarland gibt es immer weniger Fledermäuse. Woran das genau liegt und was man für die kleinen Nachtschwärmer tun kann, erklärt die saarländische Fledermausexpertin Dr. Christine Harbusch. SR 3-Reporterin Julia Becker hat mir ihr gesprochen.

Über dieses Thema wurde auch am 15.01.19 auf SR 3 Saarlandwelle in der Sendung "Bunte Funkminuten" berichtet.

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