Wald im Frühling (Foto: pixabay)

Welttag des Waldes

Elena Jörger mit Informationen von Lena Schmidtke   21.03.2022 | 09:25 Uhr

Es wird wieder grün. Die Sonne strahlt vom Himmel und viele Menschen zieht es für ausgedehnte Spaziergäng im Wald. Zum "Welttag des Waldes" hat sich SR 3-Reporterin Lena Schmidtke mit Forstwissenschaftler Klaus Borger auf in den saarländischen Wald gemacht.

Der Frühling ist da! Die Luft ist klar und frisch. Die Vögel singen wieder. Und auch im Wald schlagen die Bäume aus. Die perfekte Zeit für ausgedehnte Waldspaziergänge.

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Der saarländische Wald erwacht
Audio [SR 3, Schmidtke/Bachmann, 21.03.2022, Länge: 05:09 Min.]
Der saarländische Wald erwacht
SR 3-Reporterin Lena Schmidtke unterwegs mit Forstexperte Klaus Borgner im saarländischen Wald.

Wie gut geht es eigentlich unserem Wald?

 (Foto: SR)

Der Wald hat mit ständigen Belastungen zu kämpfen. Extreme Wetterverhältnisse wie Stürme und Trockenheit machen den Bäumen zu schaffen. Hinzu kommt Ungezieferbefall, wie beispielsweise durch den Borkenkäfer. Er bohrt die Bäume an, um seinen Nachwuchs unter der Rinde abzulegen. Nach dem Befall trocknet der Baum meistens aus und ist nicht mehr zu retten. Von seinem Befall sind besonders Fichten betroffen.

Auch Trockenheit ist ein Problem und gerade im Frühjahr keine Seltenheit. Es besteht die Gefahr von Waldbränden. Klaus Borger erklärt: "Der März ist eigentlich der kritische Monat." Besonders problematisch sind trockene Blätter und Äste am Waldboden, da diese hochentzündlich sind. Darauf sollte man beim Spaziergang auf jeden Fall achten.

 (Foto: SR)

Nachwirkungen von Sturmschäden

In Deutschland war es die vergangen Jahre besonders stürmisch. Auch das Saarland wurde von starken Sturmböen getroffen. Viele Bäume und Äste sind dabei zu Bruch gegangen oder stark beschädigt worden. Dadurch ist der Wald nicht mehr so dicht und die Bäume können sich schlechter gegenseitig schützen. "Die Fichten am Rand sind ganz ungeschützt und kennen das nicht. Die Bäume stehen schon schief und haben vorher behütet im Wald gestanden. Sie stehen jetzt plötzlich frei. Beim geringsten Wind werden sie deswegen abbrechen", erklärt der Forstexperte.

Den Wald einfach mal machen lassen!

Es gibt aber auch Bereiche im Wald, denen geht es recht gut. Klaus Borger zeigt einen Mischwaldbereich und erklärt: "Hier haben wir vierzehn verschiedene Baumarten, ohne dass was gepflanzt wurde. Alles war ein Geschenk der Natur und nur deswegen, weil wir hier alles stehen gelassen haben."

Die toten Bäume werden in diesem Bereich stehengelassen. Sie schützen die jungen Bäume vor äußeren EInflüssen. Das hilft, den Kahlschlag zu verhindern.

Forstexperte Borger ist überzeugt von den Selbstheilungskräften des Waldes: "Seit 300 Millionen Jahren haben die Natur und der Wald immer Wege gefunden, mit Störungen zurecht zu kommen."

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 21.03.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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