Morgentliche Sonnenstrahlen auf dem Weiher in Heinitz (Foto: Jürgen Weis)

Die Feuerwehr rettet bei der Hitze Weiher und Fische

Christian Ignatzi   01.08.2018 | 06:31 Uhr

Im Saarland sorgt die Hitze nicht nur dafür, dass alle schwitzen und nicht mehr wissen, was sie noch an oder ausziehen sollen. Auch die Landwirtschaft erlebt eine Dürre wie selbst im Hitze-Sommer 2003 nicht mehr. Und auch die Fische leiden.

In vielen saarländischen Weihern haben sie zu wenig Sauerstoff. Wie das zu Stande kommt und was die Feuerwehr dagegen unternimmt, hat sich SR 3-Reporter Christian Ignatzi in St. Ingbert angesehen.

Audio

Saarländische Weiher bei der Hitze
Audio [SR 3, Christian Ignatzi, 01.08.2018, Länge: 02:24 Min.]
Saarländische Weiher bei der Hitze

Der Angelsportverein hat die dortige Feuerwehr um Hilfe gebeten. Der Kleberweiher muss gerettet werden. Da sind nämlich die Zuläufe versiegt, und er wird auch nicht von einer Quelle gespeist. Der Weiher droht zu kippen. Das würde den Tod der Fische bedeuten. Wenn es wenig Sauerstoff gibt, bilden sich mehr Algen. Diese verbrauchen dann aber auch wieder Sauerstoff.

Neuer Sauerstoff durch Wasseraustausch

Der Einsatz der Feuerwehr dauert zwei Stunden. In dieser Zeit pumpen die acht Feuerwehrleute rund 3.000 Liter pro Minute aus dem Weiher raus und wieder rein. Bei dem Vorgang kommt neuer Sauerstoff in das Wasser.

Das Problem gibt es an vielen Weihern ohne Zulauf im Saarland. So sorgt sich der Angelsportverein am großen Weiher in Sulzbach mit einer eigenen Pumpe für frischen Sauerstoff. Aber auch dort musste schon die Feuerwehr anrücken.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 01.08.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen