SR-Reporterin Simin Sadeghi mit einem der Wasserbüffel (Foto: SR/Simin Sadeghi)

Die Wasserbüffel im Warndt

Simin Sadeghi   12.05.2020 | 12:50 Uhr

In St. Nikolaus im Warndt, direkt am Wanderweg steht eine Wasserbüffelherde. Imposante schwarze Tiere mit großen Hörnern wie man sie sonst nur aus Filmen oder dem Zoo kennt. Die Wasserbüffel gehören Reiner Knauth und der freut sich zurzeit über die Neuzugänge in der Herde - fünf Wasserbüffel-Kälber. Das Jüngste kam am 3. Mai auf die Welt.

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Wasserbüffel-Nachwuchs im Warndt
Audio [SR 3, Simin Sadeghi , 12.05.2020, Länge: 03:07 Min.]
Wasserbüffel-Nachwuchs im Warndt

Eigentlich leben Wasserbüffel in Asien. Dank Reiner Knauth kann man sie aber auch bei uns im Warndt sehen. Seit 13 Jahren hält er diese beeindruckenden Rinder auf einer Weide in St. Nikolaus. Begonnen hat alles mit einem Zufall. Knauth war im Internet auf der Suche nach Motorradteilen. Der Spitzname für eine alte Suzuki - Wasserbüffel - führte ihn zu einer Seite, auf der vier Wasserbüffel-Kälber angeboten wurden.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger

Warum eigentlich nicht, dachte sich Knauth. Wasserbüffel sind nämlich hervorragend dafür geeignet, ein für landwirtschaftliche Maschinen problematisches Gelände in Schach zu halten. Und solch ein Gelände gab es bei St. Nikolaus: eine gut vier Hektar große, unebene Wiese, zugewuchert mit Brombeeren und Ginser und Sorgenkind der Gemeinde.

Um das Gelände kümmern sich nun die Büffel, das heißt, sie fressen das Gestrüpp einfach weg. "Sie sind nun unsere ökologischen Landschaftspfleger", sagt Knauth. Und sie machen ihren Job sehr gut. Die Streuobstwiese sieht top aus.

Sanfte, kluge Riesen

Die Wasserbüffel sind inzwischen aus St. Nikolaus nicht mehr wegzudenken. Und Reiner Knauth ist ein wahrer Fan von den ruhigen, sanftmütigen Tieren geworden. Wasserbüffel seien hoch sensible Tiere, reagierten sehr feinfühlig auf Berührungen und seien auch sehr gelehrig. "Die einzelnen Tiere reagieren auf ihre Namen, reagieren wie Hunde", sagt er.

Der Nachwuchs tobt über die Wiese

In diesem Frühjahr kamen fünf Kälber auf die Welt. Sie rennen über die Wiese, jagen sich gegenseitig, ärgern die Großen - was man als Youngster halt so macht. Zurzeit sei es hier wie im Kindergarten, sagt Knauth. Nur der Jüngste, Falko, der am 3. Mai geboren wurde, hält sich lieber noch an Mutta Fransiskas Seite auf. Doch das wird sich sicherlich bald ändern...

Die Wasserbüffel von St. Nikolaus

Wanderer können die Wasserbüffel ganz aus der Nähe beobachten, da die Weide direkt an einen Wanderweg grenzt. Und keine Sorge: auch der imposante Stier der Herde, Milo, ist ein sehr sanftmütiger Charakter, der sich sogar Wellness-Streicheleinheiten abholen kommt.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 12.05.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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