Händewaschen (Foto: Pixabay/Gentle07)

"Wir verbrauchen enorm viel mehr Wasser als wir denken"

Interview: Michael Friemel / Juliane Vatter   18.08.2020 | 10:02 Uhr

Durch die Corona-Krise waren deutlich mehr Menschen als sonst zu Hause, es war heiß und trocken, der Trend zum Gartenpool tat sein Übriges. Außerdem verbrauchen wir sowieso gemeinerweise viel mehr Wasser als wir so denken. Dies bestätigt auch Juliane Vatter von der Naturschutz-Organisation WWF.

Auf 120 Liter pro Wasser pro Tag kommen wir mit dem, was wir tatsächlich so mitkriegen: vom Duschen bis zum Geschirrspüler – aber Experten sagen: in Wahrheit verbrauchen wir pro Tag locker viertausend Liter.

Audio

Interview zum Thema "Wasser sparen"
Audio [SR 3, Michael Friemel im Gespräch mit Juliane Vatter , 18.08.2020, Länge: 02:56 Min.]
Interview zum Thema "Wasser sparen"

Der Großteil des Verbrauches wäre das sogenannte virtuelle Wasser, laut Juliane Vatter von der Naturschutz-Organisation WWF. Unter virtuelles Wasser verstehe man das Wasser, das in der Produktion unserer Kleidung und Lebensmittel, aber eben auch Elektronischen Geräten anfalle. Der Wasserfußabdruck rechne also auch die Wassermenge mit ein, die für die Produktion eingesetzt, verdunstet oder verschmutzt wird.

Tipps um den Wasserfußabdruck zu reduzieren

"Wir sollten beim Einkauf darauf achten, dass wir regionale und saisonale Produkte bevorzugen", laut Juliane Vatter. So reduziere man bei der Produktion in anderen Ländern die vorhandenen Wasserrisiken und unterstütze gleichzeitig auch unsere Landwirte. Auch Lebensmittelverschwendung sei ein Thema, da in jedem weggeworfenen Produkt Wasser stecke. Ähnlich sei es auch bei Elektroartikel oder Textilien. "Je länger wir sie benutzen, desto kleiner ist der Wasserfußabdruck", meint Vatter.

Über dieses Thema wurde auch auf SR 3 Saarlandwelle am 18.08.2020 berichtet.

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