Kalender mit einem Post-it mit der Aufschrift "Montag" (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Montags schlecht gelaunt und gestresst? Nicht mit uns!

Interview Michael Friemel, Dr. Oliver Weigelt / Onlinefassung: Jil Kalmes   01.08.2022 | 07:10 Uhr

Nach dem Wochenende montags wieder zur Schule, Uni oder Arbeit – das kann einem schon mal den Tag vermiesen. Aber sind wir montags wirklich schlechter gelaunt als an den anderen Tagen der Woche? Und was hilft, um positiv in die Woche zu starten?

Der Montag scheint der unbeliebteste Tag der Woche zu sein – um das herauszufinden braucht man sich nicht lange umzuschauen. Es gibt Tassen, T-Shirts und Socken mit "I hate Mondays"-Aufdruck zu kaufen und Musik-Playlists, die "Monday Motivation" heißen und den Menschen mit knackigen Beats zur besseren Stimmung verhelfen sollen. Dazu kommt noch das Seufzen der Menschen, die man am ersten Tag nach dem Wochenende wieder in der Schule, der Uni, auf der Arbeit trifft.

Aber ist das wirklich so? Ist der Montag wirklich so unbeliebt und wenn ja, was kann man für eine bessere Stimmung tun? Dr. Oliver Weigelt ist Arbeitspsychologe an der Universität Leipzig und untersucht genau das in seiner Forschung.

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Tschüss Montagsblues
Audio [SR 3, Michael Friemel, 01.08.2022, Länge: 04:12 Min.]
Tschüss Montagsblues

Sind wir montags schlechter gelaunt als an anderen Tagen?

Mit einem einfache "ja" oder "nein" lasse sich diese Frage nicht beantworten. Vielmehr müsse man differenzieren, sagt Oliver Weigelt.

Der Montag sei eigentlich nicht schlechter als die anderen Tage der Woche, allerdings sei der Kontrast zwischen Sonntag und Montag stärker, was Auswirkungen auf Energie und Vitalität habe.

Wie gelingt der Start in die neue Woche besser?

1. Erwartungshaltung anpassen: Wenn die Situation es zulässt, sei es nützlich, den Job bzw. den Tagesablauf besser auf das Leben abzustimmen. Zum Beispiel, indem man am Montag den Anfang der Arbeitszeit etwas nach hinten verschiebe, so der Rat von Weigelt.

2. Schlaf und Schlafhygiene: Von der Nacht Sonntag auf Montag sollte man auf ausreichend Schlaf achten. Nicht nur Quantität, sondern auch Qualität seien hier wichtig, so Oliver Weigelt. Dabei sollte man nicht zu sehr von seiner sonstigen Zu-Bett-Geh-Zeit abweichen, sondern abends eher mal früher das Handy weglegen, damit man ordentlich entspannen könne.

3. Vorfreude: Was immer gut bei Montagsblues helfe, sei Vorfreude auf die Aufgaben, die die neue Woche bringe. Demnach leiden zufriedene Arbeitnehmer seltener an Montagblues, da die Vorfreude andere Gefühle überlagere.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 01.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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