Memore - Videospielkonsole für Seniorenheime (Foto: SR/Kerstin Gallmeyer)

Videospiele im Pflegeheim

Lena Schmidtke   18.10.2019 | 07:10 Uhr

Es soll herausgefunden werden, wie die geistigen und körperlichen Fähigkeiten von Pflegeheimbewohnern durch den Einsatz der therapeutischen Spielkonsole "memoreBox" verbessert werden können.
Die Bewegungen der Spieler werden direkt auf einen Fernseher übertragen. Sechs Spiele stehen zur Auswahl: Tanzen, Kegeln, Postbote, Tischtennis, Sonntagsfahrt mit dem Motorrad und Singen. Bei den Heimbewohnern kommt das Projekt gut an.

Videospiele im Pflegeheim
[SR 3, Lena Schmidtke, 18.10.2019, Länge: 02:05 Min.]
Videospiele im Pflegeheim
Motorik, Erinnerung und Reaktion sollen ganz gezielt mit Videospielen trainiert werden.

Der Rahmen

Bundesweit nehmen 100 Pflegeheime an dem Test teil, drei davon im Saarland. Neben dem AWO-Seniorenzentrum in Saarbrücken nehmen auch das AWO-Seniorenzentrum Furpach in Neunkirchen, sowie das Alten- und Pflegeheim St. Sebastian in Wadern-Nunkirchen teil.

Pro Heim werden zwei Gruppen zu je fünf Spielern gebildet. Eine Gruppe spielt drei Stunden pro Woche mit der memoreBox, die andere bildet eine Kontrollgruppe, die nicht spielt. In regelmäßigen Abständen wird über die Begleitforschung erfasst, wie sich die körperliche und geistige Verfassung der teilnehmenden Pflegeheimbewohner verändert.

Die Pflegeheimbewohner können unabhängig von ihrer Kassenzugehörigkeit teilnehmen. Die Projektlaufzeit für die teilnehmenden Pflegeheime beträgt ein Jahr.

Initiiert wurde das Projekt von der BARMER und dem Spieleentwickler RetroBrain aus Hamburg. Projektschirmherrin im Saarland ist die saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann. Wissenschaftlich begleitet wird der Test von der Charité Universitätsmedizin Berlin, der Humboldt-Universität Berlin und der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Über dieses Thema wurde auch in "Rundschau" auf SR 3 Saarlandwelle am 17.10.2019 berichtet.

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